was fehlt ...: ... die Trikotwerbung
Am 3. Bundesliga-Spieltag werden alle Kicker mit dem gleichen Schriftzug auf der Brust auflaufen. So soll für die Integration junger Migranten geworben werden.
Geld regiert bekanntlich die Welt, zusammen mit „König Fußball“. Die beiden bilden eine Einheit. Vermögende Vereine spielen erfolgreicher und ziehen damit größere TV- und Sponsorenverträge an Land, die mehr Einnahmen bringen. Es ist ein Kreislauf. Hauptgeldgeber ist der Trikotsponsor, dessen Logo groß auf der Spielerbrust prangt, gleich über dem Herzen.
„Wiesenhof“ ist dort zu lesen, oder „Gazprom“. Ob jeder Profi Symphatie für den Konzern empfindet, den er über den Rasen trägt, ist anzuzweifeln. Doch am 3. Spieltag stehen sie hoffentlich für das, was da auf ihrer aller Brust steht. „Geh deinen Weg“, ist dann statt Werbung auf den 18 Vereinstrikots zu lesen, der Slogan eines Stipendienprogramms der Stiftung Integration.
Die Initiative unterstützt junge Talente mit Migrationshintergrund bei der Integration. Wie wichtig es ist, Menschen, die nach Deutschland kommen, willkommen zu heißen, statt ihnen mit Hass zu begegnen, haben die Progrome von Rostock vor 20 Jahren gezeigt. Das weiß offenbar auch die Bundesliga. Anlässlich von Lichtenhagen hatte man 1992 ebenfalls mit dem einheitlichem Aufdruck „Mein Freund ist Ausländer“ gespielt. Seitdem nie mehr. Bis in zwei Wochen. (taz, lom)
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