piwik no script img

was fehlt ......der Mais

In Amerika ist wegen Biosprit und Dürre der Mais so knapp, dass nicht genug als Viehfutter übrig bleibt. Für US-Kühe gibt es deshalb eine spezielle Alternative

„Iss nicht so viel Süßes, sonst hast du nachher keinen Hunger mehr.“ Über diesen schon hunderte Male gehörten Satz können amerikanische Kühe nur lachen, denn sie bekommen jetzt Süßigkeiten, damit sie überhaupt satt werden. Das berichtet die österreichische Tageszeitung Der Standard. Auf Grund einer Dürreperiode und dem Einsatz in Biokraftstoffen ist Mais in den USA gegenwärtig nämlich Mangelware.

In die Futtertröge kommt deshalb also alles, was billig ist: Zuckerstreusel, Cornflakes und Gummitierchen. Auf den Gesundheitszustand der Tiere habe das keine Auswirkungen, solange die Mischung aus Zucker, Fetten und Kohlehydraten stimme, sagt ein Experte. Außerdem würden die Naschereien nur einen Teil der Futtermischung ausmachen und sonst sowieso in den Müll wandern.

Auch Schokolade wird als Futtermittel für Kühe nicht ausgeschlossen. Vielleicht kommen die Vierbeiner ja demnächst noch auf den Geschmack von Schokoladentafeln, die von einem echten deutschen Kuh-Topmodel beworben werden, ganz in lila natürlich. Das wäre dann sozusagen Futter „von Kühen – für Kühe“. In diesem Sinne: Guten Appetit! (lom)

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen

0 Kommentare