Simbabwischer Exrichter frei

HARARE | taz ■ | Der pensionierte simbabwische Richter Fergus Blackie, der am Freitag unter Korruptionsvorwürfen verhaftet worden war, ist am Montagabend gegen Kaution freigelassen worden. Blackie wurde Korruption vorgeworfen, weil er bei der Aufhebung der Verurteilung einer weißen Angestellten wegen Unterschlagung Formfehler begangen hatte. Nach seiner Verhaftung hatte die Polizei den 65-jährigen Weißen in einer Gemeinschaftszelle in der Polizeistation Matapi festgehalten, die in Mbare liegt, einer der für ihre Gewaltkriminalität am meisten gefürchteten Vorstädte der simbabwischen Hauptstadt Harare, weitab von Blackies Wohnort. Zu Gericht wurde er in Handschellen auf einem offenen Lastwagen gefahren. Sein Verfahren ist nun auf den 8. November vertagt worden. Blackie war im Juli zum Rücktritt vom Obersten Gericht nach 24 Jahren Amtszeit gezwungen worden. Damals hatte er einen Haftbefehl gegen Justizminister Patrick Chinamasa wegen Missachtung der Justiz ausgestellt, nachdem Chinamasa ein Urteil kritisiert hatte.