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Kluge Körperteile auf dem taz.labApps für den eigenen Körper

Mit Spaß und Fantasie erfinden Jugendliche neue Prototypen der menschlichen Physis: ein Kreativ-Workshop von „Le Monde diplomatique“.

Wie wäre es, wenn die Möglichkeit bestünde, seinem Körper alle nur erdenklichen und unerdenklichen Ergänzungen zu geben? Ihre neuen Funktionen: das Leben zu erleichtern und eine bessere Gemeinschaft auf der Welt zu fördern.

Ergänzungen der Physis, denen es auf der einen Seite gelingt, Kriege, Hungersnöte, Diskriminierungen und soziale Missstände aus der Welt zu schaffen und Frieden, Gerechtigkeit, ein Miteinander und Mitgefühl im Menschen und der Gesellschaft erwecken. Ein drittes Auge, das Ungerechtigkeiten schneller sieht; zusätzliche Hände, die zupacken, wenn zwei Hände nicht genügen.

Die Werkstatt „Körper-Apps – mit Zusatzteilen in eine bessere Zukunft“ will solchen Vorstellungen einen Raum geben, organisiert wird sie von Karoline Bofinger, Zeichnerin für Le Monde diplomatique. „Veränderungen zum Besseren sollten bei einem selbst beginnen - eigene Erfahrungen bringen einen am weitesten“, glaubt Nele Brönner, die zusammen mit Sophia Martineck die Werkstatt betreuen wird. Beide sind freischaffende Illustratorinnen aus Berlin.

Die Macherinnen

Nele Brönner, Illustratorin und Comicautorin, u. a. für die taz und Le Monde diplomatique. Ihre Lieblings-App wäre eine Fell-App, deren Farben, Muster, Dichte und Flauschigkeit sich dem Anlass anpassen.

Sophia Martineck arbeitet als freischaffende Illustratorin, u. a. für Der Freitag und New York Times. Ihre Lieblings-App wäre eine Brille für mehr vorausschauendes Handeln und Denken gegen Engstirnigkeit.

Ansprechen möchten wir mit diesem Workshop vor allem das junge Publikum. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sind herzlich eingeladen, ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf zu lassen. Immer mit der Frage im Hinterkopf: Welches zusätzliche Körperteil würde mir und auch anderen helfen?

„Viele Jugendliche haben eine große Bereitschaft, utopisch zu denken und sich Veränderungen auszumalen. Sie verwenden weniger Gedanken an Umsetzung, Konsequenzen und Machbarkeit als ältere Menschen“, ist Martineck überzeugt.

Diese kleinen Utopien sollen dann am Ende der Werkstatt dem breiteren Publikum präsentiert werden.

Brönner erwartet „spekulative Lösungen, die grinsend auf die Probleme unserer Zeit zeigen – merkwürdige, schöne, nützlich, bizzare Prototypen und Fotos ihrer Anwender“.

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