Abholzungen in Myanmar: Militärschlag gegen illegale Rodungen
In den Rebellengebieten gehen Soldaten gegen illegale Rodungen vor. Das Militär berichtet von mehr als 140 festgenommenen Menschen.
RANGUN dpa | Bei einer Militäraktion gegen illegale Holzfäller sind in Myanmar nach einem Medienbericht 142 Menschen festgenommen worden. Fast zwei Drittel stammten aus China, berichtete die Armeezeitung Myawaddy am Dienstag. Einige hätten Holzschlag-Lizenzen der Rebellenarmee der Minderheit der Kachin gehabt. Diese seien jedoch offiziell ungültig. Die Armee habe außerdem Rauschgift und 464 Fahrzeuge beschlagnahmt.
Myanmar ist nach Jahrzehnte langer Militärherrschaft eines der ärmsten Länder der Welt. Illegaler Holzschlag, vor allem in den wertvollen Teak-Wäldern, ist ein großes Problem. Dies trifft vor allem auf Gebiete zu, die von Rebellenarmeen der Minderheiten kontrolliert werden.
„Dort kann nur die Armee etwas gegen illegale Holzfäller ausrichten“, sagte Nyi Nyi Kyaw, Vize-Direktor der Waldbehörde.
Die Waldfläche ist zwischen 1990 und 2010 nach offiziellen Angaben von 58 auf 47 Prozent des Staatsgebiets gesunken. Seit 2011 regiert eine von der Militärpartei gestellte Regierung überwiegend aus Ex-Generälen das Land.
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