Myanmar (Birma)

Programm der Reise

vom 28. Januar bis 11. Februar und vom 11. bis 25. November 2018

Zwischen den Tempeln in Bagan Bild: Sven Hansen

1. Tag / Flug

Gegen Mittag beginnt Ihre Reise am Frankfurter Flughafen (Zug 2. Klasse zum Flug inklusive). Mit der Thai Airways fliegen Sie zunächst nach Bangkok (Thailand).

2. Tag / Ankunft in Mandalay

Am frühen Morgen landen Sie in Bangkok und fliegen von hier aus weiter in Birmas ehemalige Königsstadt Mandalay. Dort werden Sie am Flughafen von Ihrem taz-Reiseleiter bzw. der taz-Reiseleiterin und der lokalen Gebeco-Reiseleiterin erwartet; beide begleiten Sie zu in Ihrem Hotel.

Hier haben Sie die Möglichkeit, sich etwas frisch zu machen. Nach dem Mittagessen brechen Sie am Nachmittag mit der lokalen Reiseleiterin zu einer ersten Stadtrundfahrt auf. Anschließend führt Sie Ihr taz-Reiseleiter bzw. Reiseleiterin im Hotel in das Programm der kommenden Tage ein.

3. Tag / Mandalay

Mandalay ist auch bekannt für sein Kunsthandwerk. Als letzte königliche Hauptstadt und zweitgrößte Stadt Myanmars ist Mandalay ein kulturelles und spirituelles Zentrum. Im Großraum der Stadt leben rund 60 Prozent der Mönche des Landes. Am Vormittag beginnen wir, den Alltag in der Gesellschaft kennen zu lernen: ein Treffen mit Mitarbeitern einer Menschenrechtsgruppe steht auf dem Programm.  Nachmittags besuchen wir das Shwenandaw-Kloster.

Zum Abschluss des Tages genießen Sie einen atemberaubenden Blick vom Mandalay Hill aus, wenn die Sonne in der alten Königsstadt untergeht. Abendessen im Hotel.

4. Tag / Mandalay: Buddhismus live 

Am Vormittag besuchen Sie das buddhistische Bildungsprojekt Phaung Daw Oo Monastic High School in Mandalay. Die 1993 gegründete Bildungseinrichtung hat mehr als 7.000 Schülerinnen und Schüler und ist ein Vorzeigeprojekt buddhistischer Eigeninitiative. Im Gespräch mit Schülern und dem Leiter, Abt U Nayaka, erfahren Sie etwas über die Entwicklung der Schule, ihren pädagogischen Ansatz und ihr Wirken in die Gesellschaft hinein.

Gespräch mit Mönchen in Mandalay Bild: Sven Hansen

Anschließend besuchen Sie die berühmte Mahamuni-Pagode, eine der drei Hauptpilgerziele des Landes. Die Pagode entstand der Legende nach bereits zu Buddhas Lebzeiten. Ihre Mahamuni-Statue ist heute über und über mit Blattgold verziert. Nach einer Fahrt ins benachbarte Amanapura („Stadt der Unsterblichkeit“) haben Sie die Möglichkeit, sich dort mit Mönchen im Mahagandayon-Kloster, einem der größten Klöster des Landes, über ihren Alltag auszutauschen. Später spazieren Sie über die berühmte U-Bein-Brücke, die längste Teakholz-Brücke der Welt, am Thaungthaman-See.

Am Abend können Sie (optional) in Mandalay eine Aufführung der Moustache Brothers besuchen. Die Kabarettgruppe musste für kritische Witze viele Jahre in einem Arbeitslager büßen.

5. Tag / Schifffahrt und Entspannung auf dem Ayeyarwady

Am frühen Morgen schiffen Sie an Bord der MGRG Express ein und genießen eine ganztägige Bootsfahrt auf dem Ayeyarwady. Lassen Sie Pagoden, Klöster und das Treiben am Flussufer gemächlich an sich vorbeiziehen. Am späten Nachmittag erreichen Sie die historische Tempelstadt Bagan und lassen den Tag beim Sonnenuntergang mit Blick vom Dach eines Tempels auf das Meer der Pagoden und Tempel ausklingen.

6. Tag / Bagan: Tempel und Pagoden

Bagan erstreckt sich über eine Ebene, die mit zweitausend Tempelruinen aus dem 12. Jahrhundert gespickt ist, und eine der wichtigsten archäologischen Stätten Südostasiens ist. Sie besuchen bei einer Bustour zunächst den Markt in Nyaung-U und danach die beeindruckendsten Hinterlassenschaften der Tempelstadt wie die Shwezigon-Pagode und den Ananda-Tempel. Im Gubyaukgyi-Tempel können Sie wunderbare Stuckarbeiten und Wandmalereien genießen.

Sonnenuntergang in Bagan Bild: Sven Hansen

Der Nachmittag steht ihnen für eigene Erkundungen, zum Beispiel per Fahrradtour entlang der Pagoden, zur freien Verfügung. Am Abend führt Sie ein erfahrener Koch/eine erfahrene Köchin bei einem Kochkurs in die Geheimnisse der Kulinarik Myanmars ein.Sie bereiten dabei Ihr Abendessen selbst vor.

7. Tag / Bagan – Heho – Inle See

Sie verlassen Bagan und fliegen weiter nach Heho in den südlichen Shan-Staat. Von dort aus geht es mit dem Bus zum malerischen Inle-See, einem Idyll in Mitten der Berge. Der See bietet schwimmende Felder und Pfahlbauten sowie mit einem Bein rudernde Fischer. Am Nachmittag machen Sie eine Rundfahrt mit einem traditionellen Langboot auf dem See und seinen Kanälen.

Fischer auf dem Inle-See Bild: Sven Hansen

8. Tag / Inle See: Myanmars schönster See

Mit Indein, das sie nach einer Kanalfahrt mit dem Boot erreichen, erwartet Sie heute ein typisches Dorf südwestlich des Inle Sees. Hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Anschließend bringt Sie eine kurze Wanderung zum Dorf Sae Ma, wo Sie die Möglichkeit haben, mit Dorfbewohnern ins Gespräch zu kommen.

Am Nachmittag treffen wir in Nyaungshwe am nördlichen Ende des Sees Vertreter der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Inle Speaks. Sie berichten uns über die ökologische Situation und Probleme der Region.

9. Tag / Naypyidaw – Hauptstadt nach Gusto der Militärs

Vom Inle-See geht es in einer sechsstündigen Busfahrt in die neue Hauptstadt Naypyidaw. Die surreale Planstadt nach Gusto des Militärs beeindruckt mit 16-spurigen Straßen ohne Verkehr und einer absurd scheinenden Überdimensionalität angesichts ihrer immer noch existierenden Menschenleere.

Nach der Ankunft in Naypyidaw bleibt Zeit für einen ersten Eindruck von der Hauptstadt und dem Geist ihrer Erbauer. Es waren mächtige Generäle, die auch heute noch großen Einfluss ausüben.

10. Tag / Politik in der Hauptstadt

Am Vormittag erwartet Sie ein Besuch des Parlamentsgebäudes. Hier haben Sie die Möglichkeit, mit einem Abgeordneten der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), der heutigen Regierungspartei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, über die politische Arbeit in der Hauptstadt zu sprechen.

Parlamentsgebäude in Naypiydaw Bild: Sven Hansen

Anschließend bringt Sie eine zwei-stündigen Busfahrt nach Taungoo, einer für ihre Holzindustrie bekannten ehemaligen Königsstadt Kleinstadt, wo wir für die nächsten zwei Nächte unser Hotel mit Blick auf Berge und Felder haben werden.

11. Tag / Dorfleben und Widerstand der Karen

Wir besuchen nach einer zweistündigen Busfahrt das Bergdorf Thandaunggyi im früheren Konfliktgebiet zwischen der Karen National Union (KNU) und dem birmesischen Militär. In der ehemaligen britischen Hill-Station lebt eine christliche Gemeinde der ethnischen Minderheit der Karen, die hier eigenverantwortlich einen gemeindeorientierten Tourismus durchführen will.

Nach einem Spaziergang durch den Ort berichten uns lokale Vertreter der Karen und der christlichen Gemeinde von ihrem Erfahrungen und Sichtweisen über den Friedensprozess und ihre Entwicklungs- vorhaben. Anschließend besuchen wir eine kleine Teeplantage sowie eine historische Teefabrik und steigen auf den Prayer Mountain.

An diesem Abend ist die Übernachtung etwas weniger komfortable: Sie bleiben im Dorf und beziehen Gästehäuser der Karen.

12. Tag / Fahrt in die Metropole

Am nächsten Morgen fahren Sie früh mit dem Bus über Taungoo etwa 7 Stunden nach Yangon, wo Sie am frühen Nachmittag eintreffen.

Am Rande der Shwedagon-Pagode in Yangon Bild: Sven Hansen

Sie unternehmen einen Spaziergang durch die koloniale Altstadt. Sie sehen die Sule Pagode, das Rathaus mit seiner beeindruckenden Architektur, die Justizgebäude und den Mahabandola Park die Gandhi-Halle und die Armenische Kirche. An der Uferstraße spazieren sie am legendären „The Strand Hotel“ vorbei.

Am Nachmittag treffen wir uns mit birmesischen Journalisten, die in Berlin an Workshops der taz-Panterstiftung teilgenommen haben sowie mit der taz-Korrespondentin Verena Hölzl. In Kleingruppen berichten sie uns jeweils von ihren Erfahrungen mit der neu gewonnenen Pressefreiheit und politischen Transformation sowie von ihrem Arbeitsalltag.

13. Tag / Unterwegs in der Metropole

Am Morgen besuchen Sie die an den Stadtrand vertriebene Free Funeral Service Society (FFSS). Sie wurde von dem bei der früheren Junta in Ungnade gefallen Filmstar Kyaw Thu gegründet und bietet Angehörigen aller Religionen kostenlose Bestattungen an. Das war den Militärs ein Dorn, aber kaum zu verbieten. FFSS ist heute eine der größten Nichtregierungsorganisationen des Landes.

Am frühen Nachmittag sprechen wir mit der Autorin, Ärztin und ehemaligen politischen Gefangenen Ma Thida (Vorsitzende des Myanmar PEN) im PEN-Zentrum.

Demonstration für Aung San Suu Kyi in Yangon (Rangun), im Juni 2014 Bild: Sven Hansen

Am späten Nachmittag besuchen wir zum Sonnenuntergang die Shwedagon-Pagode, die größte und beeindruckendste Pagode des Landes und dessen nationales Wahrzeichen.

Beim letzten gemeinsamen Abendessen im historischen House of Memories lassen wir die Reise und unsere vielen Eindrücke Revue passieren und nehmen Abschied.

14. Tag / Freizeit und Abschied

Genießen Sie Ihren letzten Tag in Myanmar in freier Verfügung. Sie können zum Beispiel im Boyoke Aung San Markt noch Souvenirs erstehen. Oder Sie lernen im Aung San Museum mehr über Myanmars Unabhängigkeitshelden, besuchen den liegenden Buddha oder fahren in etwa 3,5 Stunden mit der Ringbahn einmal um die Stadt und bekommen dabei ganz neue Perspektiven von der Metropole des Landes.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen werden Sie zum Flughafen fahren und treten den Rückflug nach Deutschland an, mit einem Zwischenstopp in Bangkok.

15. Tag

Morgens: Ankunft in Frankfurt/M., Weiterfahrt in die Heimatorte

Der Rückflug kann individuell auch später erfolgen. Näheres beim Veranstalter.

Umstellungen und Änderungen im Detail sind möglich. Stand 10.5.2017,