Kiew / Odessa

Programm der Reise

zur Reise vom 11. bis 19. August 2018

Panoramablick auf das Kiewer Höhlenkloster Bild: Archiv

1.Tag (Sonntag)

Von Frankfurt/M geht es mittags (ca. 14 Uhr) mit der Air Ukraine International nach Kiew.  Dort wird Sie Reiseleiter Bernhard Clasen abholen und zum Hotel bringen.

Nach dem Check-in Abendessen in einem Restaurant und Programmvorstellung. Nach dem Abendessen eventuell noch ein erster Rundgang „Kiew bei Nacht“.

2. Tag (Montag)

Der Vormittag beginnt mit einem Rundgang durch die Altstadt von Kiew. Los geht es beim Bessarabischen Markt. Es ist ein überdachter, sehr orientalisch wirkender Markt.

Anschließend zu Fuß weiter zur Oper, zum Goldenen Tor und zum Unabhängigkeitsplatz Maidan, dem zentralen Ort aller Proteste. Dann weiter auf eine kleine Anhöhe zu Fuß zur Sophienkathedrale und von dort zum Michaelskloster und zum berühmten Andreasstieg.

Das Goldene Tor in Kiew wird während des Stadtrundgangs besucht Bild: Archiv

Am Nachmittag treffen Sei den regierungsnahen Politologen und Soziologen Wladimir Wesenko zum Gespräch über die aktuelle politische Situation in der Ukraine.

Anschließend steht noch ein weiteres Gespräch auf dem Programm. Sie treffen den linken Maidan-Aktivisten Igor Panjuta. Er arbeitet hauptamtlich für die kleine sozialistische Partei der Ukraine und war 2013 von Anfang an bei den Protesten auf dem Maidan dabei.

Abends gemeinsames Abendessen in einem Restaurant.

3. Tag (Dienstag)

Heute geht es um die Themen Umweltschutz und Atomkraft. Tschernobyl liegt nur ca. 30 km nördlich von Kiew. Im Kiewer Stadtteil Podyl werden Sie das Tschernobyl-Museum besuchen. Die Ausstellung ist eindrucksvoll, die gezeigten  sind Filmdokumente bewegend.

Danach treffen Sie Umweltschützer einer NGO und am Nachmittag eine Mitarbeiterin der staatlichen ukrainischen Atom-Regulierungsbehörde. Am Abend essen Sie wieder gemeinsam in einem Restaurant.

4. Tag (Mittwoch)

Heute fahren Sie nach Meschigorje, einem Dorf nördlich von Kiew am Ufer des zum „Kiewer Meer“ angestauten Dnepr. Hier war der Landsitz des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Seit 2014 können die Ukrainer das 138 ha große Luxusanwesen ihres früheren Staatsoberhauptes besuchen und sich gleichzeitig in ländlicher Abgeschiedenheit von der Großstadt ausruhen.

Früher war an dieser Stelle ein Kloster, das nach der Oktoberrevolution geschlossen wurde. Später war hier ein Gästehaus der ukrainischen Regierung, bis Janukowitsch es 2002 übernahm und ausbauen ließ. In Meschigorje werden Sie auch zu Mittag essen. Es bleibt noch Zeit für einen Spaziergang über das große Gelände mit Strand, Hubschrauber-Landeplatz und eigenem Zoo – oder am „Kiewer Meer“ entlang, bevor es abends wieder zurück in die Stadt geht. 

Meschigorje - Die Residenz des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch Bild: Bernhard Clasen

Der Abend steht Ihnen zur freien Verfügung.

5. Tag (Donnerstag)

Heute besuchen Sie das berühmte Höhlenkloster, eine der ältesten Klosteranlagen der Kiewer Rus, am Steilufer des Dnjepr gelegen. Auf dem oberen und unteren Teil des Klostergeländes finden sich zahlreiche bedeutenden Kirchen, Klöster und Museen sowie die ehemaligen Mönchshöhlen, von denen das Kloster seinen Namen hat. Das Höhlenkloster zählt seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Kiews.

Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung, zum Beispiel für einen Bummel über die Hauptstraße „Chreschatik“ oder einen Besuch im Botanischen Garten.

Nach dem Abendessen geht es gegen 21 Uhr mit dem Nachtzug im 1.-Klasse-Abteil nach Süden, in die Hafenstadt Odessa.

6. Tag (Freitag)

In Odessa werden Sie gegen 8 Uhr morgens eintreffen. Vom Bahnhof geht es direkt ins Hotel, wo Sie sofort Ihre Zimmer beziehen und sich frisch machen können. Nach dem Frühstück geht es dann zu einem Stadtrundgang.

Odessa wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Katharina II. gegründet. Die Straßen der Altstadt sind schachbrettartig angeordnet, so dass Sie sich schnell selber zurecht finden werden. Sie besuchen die berühmte Potemkin-Treppe (bekannt aus Sergej Eisensteins Film „Panzerkreuzer Potemkin“), den oberen Boulevard am Hafen („Primorski bulvar“), den Stadtgarten und die Einkaufs- und Flaniermeile „Deribasovskaja“.

Odessa gilt als Hauptstadt des Humors. Deswegen werden Sie einigen Bauten und Denkmälern begegnen, die sich so in anderen Städten nicht finden, z.B. den Stuhl. Während andere Städte imposante Bauten oder Denkmäler als Wahrzeichen haben, ist das Wahrzeichen der Stadt Odessa ein Stuhl, zu Ehren des Ganoven Ostap Bender aus dem satirischen Roman „12 Stühle“ der Odessaer Literaten Ilja Ilf und Jewgenij Petrow.

Am Primorski Boulevard in Odessa Bild: Gaby Coldewey

Abends können Sie sich Eisensteins berühmten Stummfilm über die Meuterei auf dem Panzerkreuzer Potemkin aus dem Jahr 1925 bei einer Vorführung im Hotel ansehen (optional).

7. Tag (Samstag)

Nach dem Frühstück besuchen Sie das Gewerkschaftshaus und haben Gelegenheit, mit einem unabhängigen Gewerkschafter zu sprechen. Im Mai 2014 war es hier zu einer Auseinandersetzung zwischen ukrainischen Maidan-Aktivisten und pro-russischen Demonstranten gekommen, knapp 59 Menschen verloren bei einem Brand im Haus ihr Leben, mehr als 200 wurden verletzt.

Am Nachmittag treffen Sie eine Kinderärztin, mit der Sie über die soziale Situation von Kindern in Odessa sprechen können. In der Hafenstadt leben viele obdachlose Kinder in Kellern und in der Kanalisation unter der Stadt. Aber es gibt auch viele Organisationen, die diesen Kindern helfen.

Abends gemeinsames Essen am Wasser.

8. Tag (Sonntag)

Fischverkäuferin auf dem zentralen Markt "Privoz" in Odessa Bild: Archiv

Heute Vormittag machen Sie einen Rundgang durch den Stadtteil Moldowanka mit der Kulturjournalistin Oksana Maslowa. Die Moldowanka ist vor allem durch die „Geschichten aus Odessa“ des jüdischen Schriftstellers Isaak Babel bekannt geworden, der dem Viertel mit den Erzählungen um den (jüdischen) Gangster-König Benja Krik ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Sie können den berühmten Odessaer Markt „Privoz“ am Bahnhof besuchen, durch die Stadt flanieren oder sich am Strand entspannen.

Abends steht noch ein Besuch der Oper auf dem Programm. Das Gebäude wurde, obgleich Odessa nie Teil der k. u. k.-Monarchie war, von den bekannten Wiener Architekten Fellner & Helmer gebaut, und ist schon allein deshalb einen Besuch wert.

Anschließend Abendessen in einem Restaurant.

9. Tag (Montag)

Morgens früh geht es zum Flughafen. Der Flug mit Air Ukraine International geht es schon um 7 Uhr über Kiew zurück nach Frankfurt. Ankunft gegen 13 Uhr.

Der Rückflug kann individuell auch später erfolgen. Näheres beim Veranstalter.

Umstellungen und Änderungen im Detail sind möglich. Stand 11. Dez. 2017