Iran Safran und Wüste

Programm

für die Reise vom 27. Oktober bis 10. November 2018

Safran-Ernte Bild: Hartmut Niemann

1. Tag

Anreise mit Turkish Airlines von verschiedenen Flughäfen aus (mit Umstieg in Istanbul) nach Maschad. Die Metropole im Osten Irans und seine zweitgrößte Stadt, liegt unweit der Grenze nach Afghanistan und ist der bedeutendste schiitische Pilgerort in Iran.

2. Tag

Frühmorgens Ankunft in Mashhad, Transfer zum Hotel. Danach besuchen wir die drei wichtigsten Sehenswürdigkeiten. An erster Stelle den riesigen Mausoleumskomplex des 8. Imams der Schiiten, Imam Reza. Dieser wurde 823 hier beerdigt, woraufhin der Ort den Namen Mashhad erhielt ("Ort des Märtyrers") und sich als Pilgerort zur Millionenstadt entwickelte.

Aber es gibt zwei weitere interessante Schreine, die wir besichtigen: das erst in der Safawiden-Zeit erbaute Grabmal für Khadjeh Rabi'i, einem Gefährten des Propheten Mohammad, und im nahe gelegenen Ort Tous das Grabmal von Ferdowsi, dem Autor des persischen Nationalepos Shahname ("Königsbuch").

Das Mausoleum Khadje-Rab´i in Mashhad Bild: Orientexpress

3. Tag

Fahrt von Mashhad nach Neyshapour zum Besuch der Grabbauten der berühmten Dichter Omar Khayyam und Faridoddin Attar und weiter nach Torbat-e Heydariyeh, benannt nach dem Sufimeister Qotboddin Heydar, dessen Schrein wir besuchen. Diesem angeschlossen in einer alten Karawanserei gibt es ein volkskundliches Museum, in dem auch lokales Kunsthandwerk angeboten wird.

Weiter geht es nach Ferdows. Die Kleinstadt, die früher Toon hieß, wurde bei einem Erdbeben 1968 schwer verwüstet, danach aber wieder aufgebaut.

4. Tag

In Ferdows besichtigen wir die Freitagsmoschee und das ethnologische Museum sowie in der Umgebung der Stadt ein ausgedehntes Qanat-System unterirdischer Wasserleitungen. Danach fahren wir über Boshruyeh (historische Altstadt) und Ezmeyghan (blühende Oase inmitten der Wüste) in die Oasenstadt Tabas inmitten der großen Salzwüsste Kavir.

Wir übernachten im nahe gelegenen Dorf Esfahk, das wie Tabas bei dem großen Erdbeben 1978 fast vollständig zerstört wurde. Einige junge Bewohner bauen nun das alte Dorf mit seinen Lehmhäusern wieder auf und gestalten es zu einem Öko-Tourismus-Zentrum um. Dort übernachten wir.

Der Golshan-Garten in Tabas: ein "Paradiesgarten" in der Wüste Bild: Archiv

5. Tag

Wir bleiben einen Tag in Tabas und Umgebung. Schwerlich würde man vermuten, dass gerade hier üppige Vegetation gedeiht: Doch in Tabas besuchen wir den Paradiesgarten Golshan (UNESCO-Weltkulturerbe) sowie in der Umgebung die Quelle Morteza Ali mit einem historischen Staudamm.

Wir können im warmen Wasser der Quelle waten und fahren weiter zum "Tal der Jinnen", einem tief ausgewaschenem Tal mit alten Kulthöhlen und erodierten Felsformationen. Abends Rückfahrt zur Herberge nach Esfahk.

6. Tag

Über Deyhuk geht die Fahrt weiter nach Birjand, der Hauptstadt von Süd-Khorasan. Dort besichtigen wir die alte Festung. Birjand spielte im 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Grenzregionen nach Osten, verfügte aber schon in dieser Zeit über eine höhere Schule, die Showkatiyeh, deren Gebäude wir besichtigen. Übernachtung in Birjand.

7. Tag

Wir sehen auchden quirligen Bazar der Stadt sowie den Akbariyeh-Garten (UNESCO-Weltkulturerbe) und den Kolah Farangi (früherer Gouverneurspalast). Wir fahren nach Moud, dem bekannten Teppichdorf und nach Furk mit seiner mächtigen alten Festung, wo es ausgedehnte Pflanzungen von Berberitzen gibt. Abends Rückkehr zum Hotel in Birjand.

Das Zupfen der Safran-Fäden Bild: Orientexpress

8. Tag

Heute heißt es früh aufstehen: wir fahren nach Qaen, ins Zentrum des Safrananbaus von Khorasan. In der Umgebung der Stadt, in abgelegenen Bergtälern, wird das "rote Gold von Khorasan" angebaut, geerntet wird noch vor Sonnenaufgang, um die beste Qualität zu sichern.

Anschließend frühstücken wir in einem Dorf und sehen wie die Safranfäden gezogen werden und die zahlreichen Geschäfte, in denen Safran verkauft wird. Am Nachmittag fahren wir zurück nach Birjand und übernachten dort erneut.

9. Tag

Unser Weg führt gen Süden nach Nehbandan, dem Tor zur Wüste Lut mit vielfarbigen Gebirgsformationen, Sanddünen und den berühmten Kalouts, erodierte Felsformationen mit aufregenden Formen. Wir übernachten am Rande der Wüste beim Dorf Shafiabad in einem Wüstencamp.

Felsformationen in der Wüste Lut Bild: Archiv

10. Tag

Einen ganzen Tag lang können wir bei einer Exkursion in die Wüste Lut die bizarren Felsformationen und die schier grenzenlose Leere der Wüste erleben – „Lut“ bedeutet Leere. Am Abend übernachten wir wieder in unserem Camp bei Shafiabad.

11. Tag

Aus der Wüste Lut geht es über Shahdad, wo 1968 bei Ausgrabungen die ersten Spuren einer Bronze-Zivilisation aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. in dieser Region gefunden worden waren, und weiter nach Bam.

Die immerhin 90.000 Einwohner zählende Stadt ist weitgehend aus Lehm gebaut; die Zitadelle gilt als der größte Lehmbau der Welt. 2003 erlangte Bam traurige Berühmtheit, weil es bei einem verheerenden Erdbeben fast vollständig zerstört wurde. Inzwischen ist die Stadt aber zu großen Teilen wieder aufgebaut. Nachmittags werden wir dort ankommen.

Die vom Erdbeben zerstörte Stadt Bam wird wieder aufgebaut Bild: Hartmut Niemann

12. Tag

Von Bam geht es weiter nach Jiroft, dem Zentrum der archäologischen Funde aus der Bronzezeit („Jiroft-culture“), die hier erst 2001 entdeckt wurden. Wir besuchen das Museum mit den in der Umgebung gefundenen Stein-und Keramikgefäßen aus dem 3 Jt. v. Chr. und auch den Grabungshügel Konar Sandal in der Nähe.

Weiter geht es nach Rayen, einer Kleinstadt mit alter Zitadelle, auch vollständig aus Lehm erbaut, und in das Städtchen Mahan. Die Attraktion von Mahan ist eine, am kahlen Hang des Jupar-Massivs gelegene Gartenanlage („Prinzengarten“), die zum UNESCO-Welterbe zählt.

Außerdem werden wir in Mahan die weihevolle Stimmung des Schreins von Nematollah Vali genießen. Der Dichter und Gründer eines Sufi-Ordens starb hier 1431 und sein Schrein ist heute eine bedeutende Pilgerstätte. In ihrer Nachbarschaft liegt auch unser traditionelles Hotel.

Steingewicht aus den Ausgrabungen in Jiroft (3. Jahrtausend v. Chr.) Bild: Fabienkhan

13. Tag

Weiter geht es nach Jupar. Wir besichtigen den Qanat "Gowhar Riz" und erfahren, wie dieses System unterirdischer Bewässerungskanäle funktioniert. Anschließen fahren wir nach Kerman. In der alten Handelsstadt sehen wir eindrucksvolle Bauten aus der islamischen Bauepoche, wenn wir die Freitagsmoschee und den Kuppelbau Djabaliyehsowie den quirligen und bunten Bazarbesichtigen (mit der längsten Bazarstraße Irans).

In Kerman existiert noch eine lebendige zarathustrische Gemeinde; wir besuchen das Museum der Zarathustrier sowie ihren Feuertempel. Am Abend Flug nach Teheran.

14. Tag

Die Reise klingt aus in Teheran, wo wir einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie Museen, Paläste, Bazar o.ä. besuchen oder auf Wunsch auch Kunstgalerien, Literaturcafés oder andere Attraktionen.

15. Tag

Rückflug am frühen Morgen mit Turkish Airlines. Weiterflug nach Deutschland von Istanbul.

Änderungen im Detail sind möglich. Stand: 24. November 2017

Der Rückflug kann auch individuell später erfolgen.