14 Wochen dauert der Mutterschutz in Deutschland, die EU-Kommission will die Frist auf 18 Wochen verlängern. Union und Arbeitgeber sind dagegen.

Mutterschutz bisher nur 14 Monate: Neujahrsbaby in Berlin Bild: dpa
BERLIN afp/taz Die Bundesregierung hat Widerstand gegen EU-Pläne für einen längeren Mutterschutz angekündigt. Das Bundesfamilienministerium erklärte am Donnerstag in Berlin, es könne dem Vorschlag der EU-Kommission nicht zustimmen. Brüssel will den Mutterschutz von derzeit 14 auf mindestens 18 Wochen ausweiten. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) warnte vor einem "Bumerang" für Frauen. Sie verwies dabei auf die höheren Kosten für die Arbeitgeber. Die Gewerkschaften unterstützen den Brüsseler Vorstoß.
"Der EU-Vorschlag erhöht die finanziellen Risiken für Arbeitgeber, die junge Frauen beschäftigen", erklärte das Familienministerium zu den Plänen, die EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla am Freitag in Brüssel vorstellen will. Damit "würden die Hürden für junge Frauen erhöht, die einen Arbeitsplatz suchen". Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bezifferte die Zusatzkosten durch den verlängerten Mutterschutz auf 500 Millionen Euro im Jahr.
Während in Deutschland die EU-Mindestfrist von 14 Wochen gilt, ist in anderen Mitgliedstaaten schon jetzt ein längerer Mutterschutz üblich. In Großbritannien und Irland sind es 26 Wochen, in Tschechien 28. In Frankreich haben Frauen bei Zwillingsgeburten sogar Anspruch auf 34 Wochen Pause.
"Vorreiter" sei die Bundesrepublik aber bei der finanziellen Absicherung der Mütter, erklärte das Familienministerium. Die Arbeitgeber finanzieren demnach den Großteil der Gehaltsfortzahlung während des Mutterschutzes. Die Krankenkassen schießen pro Tag 13 Euro zu. Auch beim Elterngeld sei "Deutschland weiter als viele andere Länder der EU", betonte das Ministerium.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund begrüßte die Vorschläge der EU-Kommission. Der Europäische Gewerkschaftsbund habe die Kommission aufgefordert aktiv zu werden, sagte das für Frauenpolitik zuständige Mitglied im DGB-Bundesvorstand, Claudia Menne, in Berlin. Die EU-Richtlinie sieht auch einen erweiterten Kündigungsschutz für Frauen vor. Selbstständige sollen ähnliche Rechte bekommen.
Im Streit um den Mutterschutz kann die Bundesregierung theoretisch überstimmt werden. Die Pläne müssen von den Mitgliedstaaten mit qualifizierter Mehrheit angenommen werden. Auch das Europaparlament muss noch zustimmen.
Ahmed Schafik und Mohammed Mursi haben die erste Wahlrunde beinahe gleichauf gewonnen und rüsten sich für die Stichwahl. Die Muslimbrüderschaft hofiert die ausgeschiedenen Kandidaten.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
04.04.2011 18:57 | michaelbolz
Vielleicht sollte sich unsere Frau Stratzmann in Hinblick auf Menschlichkeit etwas mehr Vernunft Leyen.
04.04.2011 18:57 | Pika
In Slowenien sind es 365 Tage...
11.02.2011 17:47 | Pika
In Slowenien sind es 365 Tage...