Mit der Präsidentenwahl hat Kalifornien auch über die Homo-Ehe abgestimmt. Eine Ehe, so das Ergebnis, darf nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden.

Müssen wieder auf die Straße gehen: Anhänger der Homo-Ehe am Tag nach der Abstimmung. Bild: dpa
LOS ANGELES afp/ap/taz Rückfall in alte Zeiten: In Kalifornien dürfen nur noch Mann und Frau einander heiraten. Per Volksabstimmung wurde die bislang staatlich legitimierte Homo-Ehe abgeschafft. Viele Paare fürchten jetzt, ihre Ehe könne für ungültig erklärt werden.
Die Entscheidung gegen die gleichgeschlechliche Ehe war denkbar knapp. 52 Prozent der Wähler stimmten für ein Verbot, nur 48 Prozent dagegen.
Die Ehe-Gegner setzten damit einen Zusatz zur Verfassung durch. Darin wird die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau festgeschrieben.
Vor nur sechs Monaten hatte Kalifornien die Partnerschaft von Homosexuellen der Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt. Mehr als 16.000 Paare heirateten seitdem.
Unmittelbar nach der Niederlage legten die Amerikanische Bürgerrechtsunion (ACLU) und andere Organisationen Klage beim Obersten Gericht von Kalifornien ein. Ihr Argument: Das mit dem Referendum angenommene Gesetz enthalte den Schwulen und Lesben grundlegende Verfassungsrechte vor.
"Es läuft etwas grundsätzlich falsch, wenn die Rechte einer Minderheit dem Mehrheitsvotum unterzogen werden", sagte der Anwalt Evan Wolfson von der Organisation Freedom to Marry. Auch in Arizona und Florida wurden Verfassungszusätze gegen die "Homo-Ehe" in Volksabstimmungen gebilligt, mit 57 beziehungsweise 62 Prozent der Stimmen.
Die einzigen US-Staaten, in denen Homosexuelle derzeit heiraten können, sind damit Massachusetts und Connecticut.
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