Per Unterlassungserklärung hat der Stromkonzern Vattenfall sich dazu verpflichtet, nicht mehr mit dem umstrittenen Siegel "bester Stromanbieter" zu werben.von RICHARD ROTHER

Gibt künftig nicht mehr an "bester Stromanbieter" zu sein: Vattenfall. Bild: screenshot vattenfall.de
BERLIN taz Der Stromkonzern Vattenfall verzichtet darauf, mit dem umstrittenen Siegel "Bester Stromanbieter" in seiner ursprünglichen Form zu werben. "Vattenfall hat sich per Unterlassungserklärung gegenüber der Berliner Verbraucherzentrale verpflichtet, das Siegel nicht mehr zu verwenden", sagte Ronny Jahn, Jurist bei der Verbraucherzentrale, am Freitag der taz.
"Das ist ein Erfolg für die Verbraucherzentrale." Das Siegel suggeriere eine Unabhänigkeit, die nicht gegeben sei. Deshalb habe die Berliner Verbraucherzentrale juristische Schritte gegen Vattenfall eingeleitet. Die Auszeichnung "Bester Stromanbieter" war Vattenfall im Februar 2008 vom Hamburger Deutschen Institut für Servicqualität (Disq) verliehen worden; später tauchten Zweifel an der Seriösität des Siegels auf.
Vattenfall bestätigte, das Siegel nicht mehr in der ursprünglichen Form zu verwenden. Das Unternehmen habe sich verpflichtet, das Siegel nicht mehr ohne die Klarstellung zu benutzen, dass es sich beim Disq um eine GmbH & Co KG handele, sagte Vattenfall-Justiziar Stefan Kauer der taz. Dies habe die Berliner Verbraucherzentrale angemahnt. Inhaltlich habe es jedoch keine Einwände gegen das Siegel gegeben.
In seinem Test hatte das Disq die zehn größten Energieversorger sowie zwölf ausgewählte "wettbewerbsaktive" neue Anbieter untersucht. Darunter: Lichtblick, Yello, Greenpeace Energy, NaturEnergie und Flexstrom. Bewertet wurden Service-Qualität und Tarifkonditionen. Die Firmen wurden 682-mal per Telefon oder E-Mail verdeckt kontaktiert.
Bei der Service-Qualität erreichte Vattenfall als einzige Firma die Note "gut". Da dieses Kriterium zu 50 Prozent in die Bewertung einfloss und Vattenfall beim Vergleich der Tarife befriedigend abschnitt, kam das Unternehmen auf den ersten Rang.
In ihrem Videocast fordert Kanzlerin Merkel einen schnellen Ausbau der deutschen Stromnetze. Um den Windstrom von den Norden in den Süden zu schaffen, sind Tausende neue Netzkilometer nötig.

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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
10.11.2008 10:33 | Ihr Name Justus von Widekind
Wie ironisch: Ganze 2 Seiten weiter in der taz berlin ist die Berliner Volksbank auch Testsieger, auch beim "Deutschen Ins ...