Kommentar von SILKE MERTINS
Die extremistische Palästinenserorganisation Hamas pokert hoch: Sie will Israel mit einem massiven Raketenhagel dazu zwingen, die wirtschaftliche Blockade des Gazastreifens aufzuheben. Der Einsatz in diesem Machtkampf sind die 1,5 Millionen Palästinenser, die im Gazastreifen festsitzen. Über sie pflegt die Hamas zu sagen, sie seien es ohnehin gewohnt zu leiden. Und wenn es ganz schlimm kommt, so ihr Kalkül, wird die Weltgemeinschaft schon einschreiten.
Die Islamisten gehen gleichzeitig davon aus, dass die israelische Regierung dem Druck der eigenen Bevölkerung nicht standhalten kann. Der ständige Raketenalarm zermürbt die Anwohner und versetzt ihre Kinder in Panik. Außerdem hat die Extremistenorganisation noch immer den israelischen Soldaten Gilad Schalit in ihrer Gewalt. Er gilt als Lebensversicherung für die Führung der Hamas.
Doch die Hamas könnte das Machtspiel verlieren. Die israelische Regierung will sich kurz vor den Wahlen nicht vorführen lassen, im Gegenteil. Außenministerin Zipi Livni, die neue Ministerpräsidentin werden möchte, hat bereits angekündigt, sie strebe den Sturz der Hamas an.
Israel zögert noch. Eine Eskalation bedeutet fast immer Tote. Hässliche Bilder werden um die Welt gehen. Niemand weiß, ob sich die libanesische Miliz Hisbollah einmischen wird, wie neueste Raketenfunde mit Zeitzünder suggerieren. Das Ultimatum ist eine letzte Chance für Verhandlungen. Anschließend werden von Kairo bis Berlin alle für Israel wichtigen Regierungen Verständnis aufbringen, dass die Armee losschlägt und nicht länger tatenlos den Raketenangriffen aus dem Gazastreifen zusieht.
Die Militäroperation, auch wenn sie begrenzt ist, kann der Hamas großen Schaden zufügen. Die Armee wird gezielt die Infrastruktur der Organisation ins Visier nehmen. Es hat schon lange keine umfassenden Angriffe mehr auf den Gazastreifen gegeben. Die Hamas scheint vergessen zu haben, wie gewaltig ein solcher Schlag sein kann.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
28.12.2008 11:47 | italialibera
Ich hätte gern den kommentar lesen wollen wenn frau mertins selber seit 18 monaten unter der israelischen blockade im gazas ...
27.12.2008 11:02 | Frodo
Sehr geehrte Frau Mertins, ...