Kommentar von MARTIN GERNER
Die Retourkutsche kam prompt. Die Führung der Taliban hat jegliche Kontakte mit der Regierung von Präsident Obama abgelehnt, solange amerikanisches Militär in Afghanistan steht. Die Vorstellung, es gäbe moderate Taliban, mit denen Obama reden könne, sei Wunschdenken des US-Präsidenten, heisst es aus dem Umfeld Mullah Omars.
Hier schwingt eine große Portion Selbstschutz der Hardliner mit. Denn tatsächlich ist die Bewegung äußerst heterogen.Wenn es Obama gelingt, lokale, nicht-ideologisierte Führer des Aufstands wieder in den politischen Wiederaufbau-Prozess einzubeziehen, gibt es vielleicht eine Chance auf halbwegs friedliche Wahlen im August. Die Hoffnung besteht darin, die Führung um Mullah Omar langsam aber sicher zu isolieren von der Basis der Stämme, aus denen sich die Kämpfer rekrutieren.
Mögliche Verhandlungen sollten allerdings Mindeststandards setzen: Taliban nehmen Abstand von Terroranschlägen und erkennen die afghanische Verfassung an. Im Gegenzug könnten die USA die Anzahl der Soldaten überdenken, die sie zusätzlich ins Land schicken wollen. Zugleich sollte Obama die Politik des US-Militärs korrigieren. Ein oft undifferenzierter Anti-Terrorkampf macht es auch nach Aussagen westlicher Diplomaten und Entwicklungshelfer oppositionellen Afghanen schwer, die Waffen niederzulegen. Die Negativ-Folgen dieser Strategie bekommt das übrige NATO-Militär wie auch zivile Helfer zu spüren.
Dass die Taliban weiterhin an Einfluss gewinnen, liegt vor allem an der bisherigen Unfähigkeit der Karsai-Regierung und der Geberländer, die Lage der ländlichen Bevölkerung merklich zu verbessern. Deutlich mehr Beschäftigung würde für mehr Sicherheit sorgen. Dagegen sind Korruption und Arbeitslosigkeit ein steter Nährboden für Aufstände. Hier vor allem muss die Afghanistanpolitik ansetzen. Der Versuch, die Taliban grundsätzlich von einer Lösung auszuschließen, muss dagegen scheitern. Das haben die maßgeblichen Akteure des Petersberger Abkommens 2001 nach dem Sturz der Taliban längst als Fehler erkannt - und nun endlich auch die USA.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

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