EULENSPIEGEL-AUSSTELLUNG

Ein Schalk im Original

Ein genau fünf Jahrhunderte alter Bestseller soll dem kleinen Eulenspiegel-Museum im niedersächsischen Schöppenstedt bei Wolfenbüttel großen Besucherandrang bescheren. Vom 25. März an zeigt das Haus alle 16 erhaltenen Blätter des ungebundenen Till Eulenspiegel Erstdruckes von 1510 oder 1511. „Außerdem wollen wir zeigen, wie die Figur des Eulenspiegel die Kunst und Literatur der vergangenen 500 Jahre beeinflusst hat“, sagt Alexander Schwarz, der als Professor der Universität Lausanne am Konzept mitgewirkt hat. Als außergewöhnliche Exponate bezeichnete er vor allem die Arbeiten von Gerhard Marek. Der in Franken lebende Bildhauer habe sich zum Ziel gesetzt, alle 96 Szenen der Eulenspiegel-Geschichte in Bronzeskulpturen darzustellen. Aber auch andere Eulenspiegel-Darstellungen, beispielsweise von der Oberammergauer Schnitzerschule (Foto), werden zu sehen sein.