Atomkraftgegner ziehen durch Neckarwestheim, Geesthacht und Münster, um am Jahrestag des Tschernobyl-Unfalls gegen die drohende Atomkraft-Renaissance zu demonstrieren.von ANDREAS WYPUTTA

Anti-Atomkraft-Demo am Tschernobyl-Jahrestag vor dem AKW Krümmel. Bild: dpa
MÜNSTER taz | Mehrere tausend Atomkraftgegner haben am Samstag in Münster und am Sonntag in Geesthacht und Neckarwestheim gegen die drohende Renaissance der Atomkraft demonstriert. Angesichts des 23. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl warnten Redner verschiedenster Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen vor einer Aufkündigung des Atomausstiegs durch die vier großen Energieversorger RWE, Eon, EnBW und Vattenfall.
"Die unter Rot-Grün im Bundeskanzleramt geleisteten Unterschriften unter den sogenannten Atomkonsens sind das Papier nicht wert", sagte Matthias Eickhoff, Sprecher der Initiative "Sofortiger Atomausstieg" aus Münster. "Das sagen die Bosse der Atomstromkonzerne mittlerweile ganz offen."
Zu den Demonstrationen mobilisiert hatten nicht nur Atomkraftgegner vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die verschiedenen Bürgerinitiativen, Greenpeace, der Bund für Umwelt und Naturschutz oder die Naturfreunde -auch Grüne und Linke hatte zu einer Teilnahme aufgerufen.
Dabei forderten die Antiatom-Aktivisten nicht nur das sofortige Aus für die Atomanlagen der Bundesrepublik, scharf kritisiert wurde auch die Beteiligung deutscher Energieversorger im Ausland. RWE beispielsweise plant mindestens sieben AKWs in Rumänien, Litauen, Großbritannien, den Niederlanden - und dem bulgarischen Belene, einem Erdbebengebiet.
Auch die Entsorgung des Atommülls sei völlig unklar: Am Mittwoch drohe ein weiterer Atommülltransport aus der Urananreicherungsanlage im münsterländischen Gronau nach Russland, sagte Rashid Alimow aus St. Petersburg - dabei könne dort von sachgemäßer Lagerung keine Rede sein.
ANDREAS WYPUTTA
In ihrem Videocast fordert Kanzlerin Merkel einen schnellen Ausbau der deutschen Stromnetze. Um den Windstrom von den Norden in den Süden zu schaffen, sind Tausende neue Netzkilometer nötig.

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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
07.05.2009 19:20 | Bürger G.
@ die be. wa.´s und die Bernado´s in diesem land: seis drum, dass ihr "angeblich" verschiedene Persönlichkeiten seid! Ein i ...
07.05.2009 16:46 | bedonkohe-apache warrior
@ Querido Don Bernardo (bernhard wagner) et al: ...
05.05.2009 23:23 | bernhard wagner
! Raus aus der Atomkraftfalle ! Seit Windscale/Sellafield sind schon mehr als genug AKW Unfälle passiert. Und auch nach der ...