Zwei Hilfestellungen bei der Suche nach dem fünften Beatle

Die Beatles waren John, Paul, George und Ringo, rundherum eine Einheit ohne irgendwelche losen Enden, einfach perfekt, und deswegen ja die Fab Four. Weil aber selbst das beste Team manchmal einen Ergänzungsspieler braucht, hat man sich im Lauf der Popgeschichte gern den Spaß gemacht und nach dem fünften Beatle gesucht. Die bei dieser prominenten Personalentscheidung ins Spiel gebrachten Namen waren zum Beispiel: Pete Best (vor Ringo mal der Schlagzeuger der Beatles) Stuart Sutcliffe (kurzzeitiges Beatles-Mitglied am Anfang) Brian Epstein (erster Manager der Beatles sorgte für den Erfolg) George Martin (Produzent der Beatles sorgte für den Sound) Billy Preston (mal den Beatles recht naher Mitmusiker) Diese Liste ist keineswegs vollständig. Einen Namen aber muss man unbedingt noch ins Spiel bringen, nämlich Klaus Beyer. Obwohl bei ihm die Bezeichnung „fünfter Beatle“ fast schon ein wenig zu kurz greift, weil er doch viel eher gleich die Berliner Außenstelle der Beatles ist mit seinen getreulichen Übertragungen von deren Oeuvre in die deutsche Sprache, ohne sich dabei an die Chronologie zu klammern. Deswegen erscheint halt erst jetzt mit „Gefall Mir“ das Albumdebüt der Beatles „Please Please Me“ auf Beyer-Deutsch. Heute am Freitag wird die CD im Zur Möbelfabrik in einer Doppelpremiere vorgestellt, weil in dieser Nacht auch gleich noch der Dokufilm „Erdbeerfelder für immer“ mit Beyer, Jörg Buttgereit und auch Christoph Schlingensief Premiere hat. Ein immer wieder genannter Kandidat auf den Titel des fünften Beatle ist auch Klaus Voormann, Beatles-Kumpel seit deren Hamburger Tagen, der auch das Cover für das „Revolver“-Album entworfen hat. Am Samstag ist Voormann Stargast bei einer Nacht im Radialsystem mit Talk, Film, Fotos und Musik der deutschen Beatlemaniacs The Fairies, alles rundherum um die Beatles in einem Nachklapp zum Gedenken an John Lennon, der an diesem Samstag dann schon 30 Jahre und drei Tage tot sein wird.