Kommentar von ULRIKE HERRMANN
Das muss misstrauisch stimmen: Die deutschen Banken sind davon angetan, dass die EU sie stärker regulieren will. Offenbar erwarten die Institute nicht, dass ihre riskanten Geschäfte gestört werden. Und in der Tat können die Banken gelassen bleiben, denn die neuen Kontrollgremien, die EU-Kommissionspräsident Barroso am Mittwoch vorgeschlagen hat, sind völlig harmlos.

Ulrike Herrmann ist Finanzredakteurin der taz. Foto: taz
Dabei sind die Namen der neuen Gremien durchaus pompös: So soll es bald einen "Europäischen Rat für Systemrisiken" geben, um "frühzeitig" Gefahren auf den Finanzmärkten ausmachen zu können. Doch bereits jetzt ist klar: Bei der nächsten Finanzblase wird diesem Rat zuletzt auffallen, dass ein Crash naht. Schon die Zusammensetzung des Gremiums ist problematisch: Da trifft sich alles, was in der Finanzwelt bedeutsam ist - vom Präsidenten der Europäischen Zentralbank bis zu den Chefs der nationalen Notenbanken und Aufsichtsbehörden. Diese Zusammenballung von Würdenträgern dürfte jedoch nicht den Erkenntnisgewinn steigern, sondern nur den Zwang zu diplomatischer Rücksicht. In dem Gremium wird daher Zweckoptimismus herrschen, bis der Crash schon eingetreten ist. Außer Spesen wird da nie etwas gewesen sein.
Was Europa stattdessen braucht, ist eine autonome Kontrollbehörde, die den Banken strikte Vorgaben machen kann. So schwer wäre es nämlich gar nicht, eine neue Finanzblase zu verhindern: Man müsste die Banken vor allem zwingen, mehr Eigenkapital vorzuhalten, wenn sie spekulative Geschäfte riskieren wollen. An entsprechenden Vorschlägen mangelt es nicht - doch bisher wurden sie alle von den Banken erfolgreich torpediert. Stattdessen kommt nun der "Europäische Rat für systemische Risiken". Kein Wunder, dass die Banken zufrieden sind.
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Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
29.05.2009 01:03 | mar
Niemand will die nächste Finanzblase verhindern. Und auch den nächsten Crash nicht. Niemand von denen. Warum auch? Mit der ...