Kommentar von NICOLA LIEBERT
Es stimmt schon, die Verstaatlichung von Commerzbank und Hypo Real Estate (HRE) sind keine Beispiele für gelungenes Krisenmanagement. Für das Geld, das der Staat in die angeschlagene Commerzbank pumpte, hätte er spielend die ganze Bank kaufen können - und nicht nur nur ein Viertel der Anteile. Auch aus ihrer Geschäftspolitik hält der Staat sich heraus, statt etwa die Vergabe von Krediten an die Wirtschaft zur Auflage zu machen. Im Fall der HRE kaufte er den Aktionären gar ihre Papiere - die nur deswegen nicht wertlos geworden waren, weil der Staat 100 Milliarden Euro lockermachte - mit Geld der Steuerzahler ab.
Aber ist angesichts dieser Fehler das Modell von Wirtschaftsminister zu Guttenberg, das die Eigentumsrechte der Aktionäre unangetastet lässt, die bessere Alternative? Wohl kaum. Die Verstaatlichung der HRE fiel so unbefriedigend aus, weil das CSU-beherrschte Wirtschaftsministerium die vernünftigere Variante der Enteignung verhinderte. Auch bei der Commerzbank legte sich die Regierung nur aus ideologischen Gründen Fesseln an.
Denn bei der Union hält man nichts von zu viel Einfluss des Staates auf die Wirtschaft. Natürlich soll der Staat es richten, wenn eine Bank vor dem Bankrott steht. Keinesfalls aber soll er sich im Gegenzug Eigentumsrechte am geretteten Objekt sichern. Das aber bedeutet: Erholt sich die Bank, hat der Staat - und damit der Steuerzahler - davon nichts. Er besitzt ja keine Anteile, die er dann mit Gewinn verkaufen kann. Steigt der Aktienkurs der Bank dank staatlicher Hilfe wieder, sind die Profiteure allein die privaten Eigner der Bank. Der Vorschlag zu Guttenbergs ist also nur die Neuauflage des alten Schemas: Die Verluste werden sozialisiert, die Gewinne bleiben privat.
Die Linkspartei braucht eine Führung, die Streit moderieren kann und Autorität hat. Das Duo Schwabedissen/Kipping wäre ein Zeichen für eine Neuerfindung. von Stefan Reinecke
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
07.08.2009 14:38 | Amos
Witz-Batt-Politik vom Feinsten. Wir haben eben keine Politiker mehr. Alles nur Handlanger und Abstauber vom Kapital. Die be ...
07.08.2009 06:51 | vic
Guttenberg ist der einflussreichste Lobbyist, nein, Freund und Helfer des Kapitals. Zudem mit glänzenden Zukunftsaussichten ...