Kommentar von RUDOLF HICKEL
Die im Großformat aufgemachte Nachricht wirkt wie ein Befreiungsschlag aus einer kollektiven Depression. Der Absturz der Konjunktur hat ein Ende, die Wirtschaft ist nach einer vorläufigen Schätzung durch das Statistische Bundesamt im zweiten Quartal erstmals wieder um 0,3 Prozent gestiegen. Zweifellos, das Schlimmste scheint überstanden zu sein. Dennoch sollte dieser knapp über der Stagnation liegende Zuwachs nicht als Wechsel zum Aufschwungspfad interpretiert werden.
Es gibt keine ernsthaften Anzeichen für einen Aufschwung nach dem Absturz, also keine Hoffnung auf eine V-Konjunktur. Die insgesamt immer noch hochgradig instabile Wirtschaftsentwicklung könnte eher zu einer W-Konjunktur auf einem insgesamt niedrigen Niveau führen. Einer leichten Besserung kann schnell wieder der Rückschlag folgen. Dafür sprechen mehrere Gründe: Erstens werden in den nächsten Monaten die Insolvenzen vor allem kleinerer und mittlerer Unternehmen weiter zunehmen. Zweitens sind sich alle ernst zu nehmenden Prognostiker einig, dass die Zahl der offenen und verdeckten Arbeitslosigkeit im Herbst deutlich steigen wird. Drittens entlastet zwar die gestoppte Inflation die reale Kaufkraft, doch den Preis der drohenden Deflation zahlen die Unternehmen: Ihre Erlöse verfallen. Zudem wird auf die Senkung der Preise auf breiter Front mit Investitions- und Konsumzurückhaltung reagiert.
Unbestreitbar konnte mit den allerdings viel zu zaghaften öffentlichen Investitions- und Kreditprogrammen und einer expansiven Geldpolitik der tiefe Absturz in die Rezession gestoppt werden. Deshalb wäre ein Ausstieg aus dieser Politik jetzt falsch. Vielmehr sollte eine soziale, ökologische und vor künftigen Generationen verantwortbare Stabilisierungs- und Umbaupolitik der Wirtschaft intensiviert und fortgesetzt werden.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
14.08.2009 18:50 | hto
"Gefährliche Illusion" - die Welt- und "Werteordnung" besteht nur aus stumpf- wie wahnsinnigen Illusionen in Überproduktion ...
13.08.2009 22:23 | Tannhäuser
Die taz hat den Vorteil, das Kompliment kann man ihr machen, dass sie nicht die Euphorienachrichten einfach kolportiert. De ...
13.08.2009 20:24 | Gerda Maier
Krebsgeschwülste und Politiker wollen immer mehr Wachstum. ...