Die Wienerin Helene Jarmer hört nichts, seit sie zwei Jahre alt ist. Seit Juli sitzt sie für die Grünen in Österreichs Parlament und zeigt den Abgeordneten, wie reich Gehörlosensprache sein kann.von WALTRAUD SCHWAB
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Mehr über Laute und Gebärden, Musik und Stille, Ausflüchte und Direktheit erzählt Helene Jarmer im sonntaz-Gespräch. Am 26./27.September am Kiosk. Foto: taz
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Diese Rede war fulminant: Sie nutzte ihn für eine Lektion in Gebärdensprache. Und noch etwas ist plötzlich möglich: Die Forderung, Abgeordnetenhausdebatten in die Gebärdensprache zu übersetzen, ist nun nicht mehr mit Ausreden auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu vertagen: "Bisher ist es so, dass die Gehörlosen alles tun müssen, um von den Hörenden verstanden zu werden. Jetzt ist die Situation umgedreht: Jetzt müssen auch die Kollegen im Parlament daran arbeiten, dass sie mit mir in Kommunikation treten können."
Im sonntaz-Gespräch erzählt sie, wie schwierig es ist, die Grenzen zwischen der hörenden und der nichthörenden Welt zu durchbrechen.
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Leserkommentare
26.09.2009 10:36 | Wille Felix Zante
Sehr schöner Artikel, der mal endlich vom üblichen "aber die Gebärdensprache ist eine eigenständige Sprache"-Blubb abweicht ...
26.09.2009 08:10 | Yanneck
Imponierend. Die Frau gefällt mir, sie kommt sehr natürlich und engagiert rüber.
26.09.2009 01:24 | vic
Klasse Frau. Mit diesem Handicap in einem Klima der Ignoranz eine solche Vita zu schreiben, muss unvorstellbar mühsam sein.