Gehörlose Parlamentarierin

"Ich bin kein leiser Typ"

Die Wienerin Helene Jarmer hört nichts, seit sie zwei Jahre alt ist. Seit Juli sitzt sie für die Grünen in Österreichs Parlament und zeigt den Abgeordneten, wie reich Gehörlosensprache sein kann.von WALTRAUD SCHWAB

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				WALTRAUD SCHWAB

Mehr über Laute und Gebärden, Musik und Stille, Ausflüchte und Direktheit erzählt Helene Jarmer im sonntaz-Gespräch. Am 26./27.September am Kiosk. Foto: taz

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Diese Rede war fulminant: Sie nutzte ihn für eine Lektion in Gebärdensprache. Und noch etwas ist plötzlich möglich: Die Forderung, Abgeordnetenhausdebatten in die Gebärdensprache zu übersetzen, ist nun nicht mehr mit Ausreden auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu vertagen: "Bisher ist es so, dass die Gehörlosen alles tun müssen, um von den Hörenden verstanden zu werden. Jetzt ist die Situation umgedreht: Jetzt müssen auch die Kollegen im Parlament daran arbeiten, dass sie mit mir in Kommunikation treten können."

Im sonntaz-Gespräch erzählt sie, wie schwierig es ist, die Grenzen zwischen der hörenden und der nichthörenden Welt zu durchbrechen.

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