Der Uni-Umzug würde einmalige Entwicklungsmöglichkeiten bieten.

Weg aus Eimsbüttel!

Kommentar von JAN KAHLCKE

Das einzig Bedauerliche am Abgang von Uni-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz ist, dass die von ihr protegierte Idee damit quiasi tot ist, die Uni auf den Grasbrook zu verlegen. Dabei hätte der neue Standort der Uni einmalige Entwicklungsmöglichkeiten geboten. Der Umzug hätte geholfen, den Schwerpunkt der Stadt nach Süden zu verlagern und hätte für Wilhelmsburg und die Veddel mehr gebracht als eine Bauausstellung.

Deswegen ist es gut, dass die Handelskammer nun mit dem Großmarkt eine Alternative ins Spiel gebracht hat, die ähnliche Vorzüge hat, ohne durch die falschen Freunde diskreditiert zu sein: Die Uni würde auch von dort auf Wilhelmsburg und die Veddel ausstrahlen. Billiger Wohnraum ist ringsum reichlich vorhanden. Das Grundstück liegt ebenfalls attraktiv an der Hafenkante. Die Anbindung wäre besser als auf dem Grasbrook. Und mit den denkmalgeschützten Großmarkthallen ist eine architektonische Landmarke vorhanden, die Maßstäbe für die weitere Gestaltung setzt.

Kleinmütig wirkt es da, dass die Handelskammer ihrer eigenen Idee nicht traut und unterm Strich den Verbleib in Eimsbüttel empfiehlt. Aber das ist eben Handelskammer-Logik: Dort würden keine Gewerbeflächen "verbraucht". Wie sehr die Anwohner in Eimsbüttel unter der Nachverdichtung leiden, kann den Unternehmern egal sein.

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