Kommentar von TARIK AHMIA
Wieder einmal lassen die Staatsschulden die Gemüter hochkochen. Diesmal zieht eine Phalanx selbst ernannter Sparkommissare über die künftige schwarz-gelbe Bundesregierung her, weil die bis zu 50 Milliarden Euro an Kosten der Wirtschaftskrise in einen "Stabilisierungsfonds" auslagern will.
Kritiker prangern nun "Bilanzfälschung" und den "größten haushaltspolitischen Betrug der deutschen Geschichte" an. Die Verlogenheit ist beachtlich. Haben doch erst im Mai dieselben Leute dafür gesorgt, einer volkswirtschaftlich schädlichen "Schuldenbremse" mitten in der Rezession Verfassungsrang zu verleihen. Kein halbes Jahr später fällt ihnen diese Regelung auf die Füße. Gut so, denn das Gesetz ging schon immer an der politischen Realität vorbei. Die Schuldenbremse ist etwa so sinnvoll, wie einem Notarzt vorzuschreiben, wie viele Blutkonserven er während eines Einsatzes verbrauchen darf. Schwarz-Gelb pfeift nun vernünftigerweise auf diese Vorschriften. Denn sonst würde der Bundesrepublik kurz nach dem Siedepunkt der Weltwirtschaftskrise ein sozialpolitischer Kahlschlag drohen, nur um weitgehend sinnlose Steuersenkungen zu finanzieren.
Der Sonderfonds ist aber nicht nur politisch geboten, er ist auch rechtlich okay. Denn die Begrenzung der Neuverschuldung tritt automatisch außer Kraft, wenn mit dem Geld die Folgen von Konjunkturkrisen bekämpft werden müssen - nach deutschem Recht ebenso wie nach den Vorschriften des Maastricht-Vertrages. Merkel und Westerwelle haben sich für den pragmatischen Weg entschieden. Das ist erfreulich, denn niemand darf sich über die gestiegenen Staatsschulden beschweren, wenn der Staat noch kurz zuvor die Wirtschaft vor der größten Krise seit Generationen gerettet hat.
Die Vermittlung von Spenderorganen läuft bislang intransparent und unkontrolliert. Und die Politik tut alles dafür, damit das so bleibt. von Heike Haarhoff
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
22.10.2009 19:35 | Amos
Wo sind jetzt die Leute, die den aufgeblasenen Wichtigtuer, Westerwelle, für eine Koryphäe hielten? ...
22.10.2009 14:46 | end.the.occupation
Was mich als Steuerzahler am meisten begeistert ist, dass ich laut diesem Kommentator die 'deutsche Wirtschaft' gerettet ha ...
22.10.2009 13:28 | Oliver
"Denn sonst würde ... ein sozialpolitischer Kahlschlag drohen, nur um weitgehend sinnlose Steuersenkungen zu finanzieren." ...