Kommentar von GEORG BALTISSEN
Eine klare Ansage? Oder nur so tun, als ob? Das war die Alternative, vor der die EU-Außenminister standen. Sie haben sich mit ihrer Erklärung zum Nahostkonflikt für die zweite Variante entschieden. Das ist einfach jämmerlich.
Nicht dass die Europäer ihre bisherige Haltung geändert hätten, wonach Israels Siedlungspolitik illegal ist, der Gazastreifen, das Westjordanland und Ostjerusalem als Gebiete unter israelischer Besatzung stehen und man auf die Grenzen von vor 1967 pocht. Das alles ist schließlich geltendes Völkerrecht. Aber auch jetzt wird es wieder einmal heißen, nur mit einer "ausgewogenen" Nahosterklärung könne man dazu beitragen, den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen und Israel nicht zu verprellen.
Beide Argumente sind so verlogen wie vorgeschoben. Die Aufteilung der palästinensischen Gebiete in "Kantone" oder kleine "Bantustans" hat längst ein Ausmaß erreicht, das nach konkreten Taten ruft - und zwar bis hin zu Sanktionen.
Die Europäische Union unterstützt heute de facto die israelische Besatzung, indem sie nicht nur die Palästinensische Autonomiebehörde, sondern auf mannigfache Weise auch das schlichte Überleben der Palästinenser finanziert. Wirtschaftlich wie politisch hätte sie eine Menge Möglichkeiten, um der israelischen Expansionspolitik ihre Grenzen aufzuzeigen. Bis heute hat sie aber nicht einmal ein Mittel gefunden, zu verhindern, dass Produkte aus israelischen Siedlungen zollfrei oder zollbegünstigt auf Europas Märkte gelangen. Das liegt maßgeblich auch an Deutschland.
Es ist kein Zufall, dass sich gerade jetzt eine Reihe früherer deutscher Nahostdiplomaten zu Wort gemeldet haben. Sie fordern von der Bundesregierung eine "ausgewogenere", zumindest jedenfalls wirksamere Politik gegenüber Israel und den Palästinensern. Sie haben recht. Denn die israelische Besatzungspolitik nicht als das zu benennen, was sie ist, ist Feigheit vor dem Freund.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
09.12.2009 14:36 | Martin
Wer "Freunde" wie die EU hat, der braucht keine Feinde mehr. Wann etwa hätte denn die EU einmal, nur ein einziges Mal, gege ...