Kommentar von MALTE KREUTZFELDT
Beim litauischen Atomkraftwerk Ignalina zeigt sich eindrucksvoll, welche positive Rolle die Europäische Union energiepolitisch spielen kann. Sie hat die sinnvolle Entscheidung, diesen Schrottreaktor der Tschernobyl-Baureihe stillzulegen, konsequent durchgezogen. Dabei ließ sie sich von den Protesten der Wirtschaft ebenso wenig beeindrucken wie von einer Regierung, die bis zuletzt hoffte, die Entscheidung dadurch aufschieben zu können, dass sie den Aufbau von Alternativen verweigerte.
Langfristig setzt Litauen weiter auf Atomkraft - auch wenn der gemeinsam mit Polen und den baltischen Nachbarn geplante Druckwasserreaktor immer wieder verschoben wird und nach den schlechten Erfahrungen in Finnland immer weniger realistisch erscheint. Windenergie hingegen spielt in Litauen trotz guter Bedingungen bisher keine Rolle.
Durch dieses Versäumnis wird das baltische Land künftig von Energieimporten abhängig sein, die überwiegend aus Russland stammen. Eine Versorgung aus dem Westen ist nicht möglich, weil lange geplante Leitungen noch immer nicht existieren. Hier zeigen sich die Defizite der europäischen Energiepolitik: Eine grenzüberschreitende Koordination ist noch immer nicht gegeben. Der Bau von Leitungen und Kraftwerken liegt allein in der Hand von Nationalstaaten oder einzelnen Konzernen.
Das bringt Probleme - nicht nur für Staaten wie Litauen, sondern langfristig für die gesamt EU. Denn deren ambitionierte Klimaschutzziele lassen sich nur erreichen, wenn der Strom künftig flexibler verteilt werden kann und Überschüsse, etwa bei starkem Wind im Norden, leichter über Grenzen hinweg in andere Staaten exportiert werden können. Erst wenn die EU beim Aufbau von Alternativen vergleichbar stark ist wie beim Abschalten veralteter Technik, kann ihre Energiepolitik wirklich erfolgreich sein.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
04.01.2010 07:47 | gregor
@Linker Träumer ...
03.01.2010 15:03 | Linker Träumer
@gregor, Hartz IV: ...
02.01.2010 17:43 | Hartz IV - dank LINKE
Traurig, die linken Spinner haben sich wieder mal durchgesetzt, aber ihr könnt ja euch auch den teuersten Ökostrom leisten, ...