Kommentar von MATTHIAS LOHRE
Das Abwägen, Abwarten und Aussitzen hat Angela Merkel bislang viel Erfolg eingebracht. Nach sieben Jahren des Basta-Kanzlers Gerhard Schröder empfanden viele ihre unaufgeregte Art des Regierens als angenehm, effizient und präsidial. Mit diesem Nimbus aber ist es seit der vergangenen Bundestagswahl vorbei: Das zeigt die offene Kritik aus den CDU-Landesverbänden.
Merkel steckt in einem Dilemma: Ihr moderierender Führungsstil brachte ihr weit über die Unionswählerschaft hinaus Sympathien ein. Diese Popularität braucht sie als Gegengewicht zur Machtbasis in der Union, die ihr immer noch fehlt. Im Bündnis mit der SPD konnte sich Merkel als überparteiliche Instanz profilieren, als Königin der Kompromisse. In der "Wunschkoalition" mit der FDP aber stößt die Methode Merkel an ihre Grenzen. Denn legt sich Merkel bei einem Thema fest - sei es in Sachen Steuersenkungen oder der Causa Steinbach -, riskiert sie Widerstand - entweder in der Bevölkerung oder in ihrer eigenen Partei.
Freundlich ausgedrückt, wählt die Kanzlerin ihre Schlachten daher genau. Weniger freundlich gesagt, drückt sie sich vor Auseinandersetzungen, wo immer sie kann.
Jetzt geht das nicht mehr, denn die unrealistischen Steuerversprechen der FDP gefährden auch die Glaubwürdigkeit der Union. Die Kritik aus vier CDU-Landesverbänden dient auch dazu, sich abzusichern: Geht in Nordrhein-Westfalen im Mai die schwarz-gelbe Mehrheit verloren, können sie sagen, sie hätten noch rechtzeitig gewarnt.
Merkel muss in den Konflikten um Steuern, Steinbach & Co jetzt endlich sagen, was sie will. Sonst steht sie am Ende da als Kanzlerin der FDP, der Vertriebenen und der Hoteliers.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
12.01.2010 13:10 | Amos
Wer ist Merkel? Ich kenn' nur "Kohls Mädchen"-, und etwas, was sich "hochgebuckelt" hat. Jetzt braucht Deutschland nur noch ...