Einer der vier in Berlin angeklagten Neonazi soll laut Polizei bereut haben, dass sein Bordsteinkick an einem Linken scheiterte. Urteil nächste Woche.von L. SANDER

Drei der vier Angeklagten beim Prozessauftakt im Gericht Bild: dpa
Zwei Polizisten haben einen Neonazi erneut schwer belastet, dem versuchter Mord vorgeworfen wird. Der 26-jährige Oliver K. soll im Juli mit drei anderen Männern versucht haben, mit einem sogenannten Bordsteinkick einen 22-jährigen Mann zu töten. Vor dem Landgericht sagten die Beamten, K. habe eine Stunde nach dem Ereignis gesagt, "diesen Typen hätte ich richtig auf den Bordstein legen sollen - und dann ,wumm'". Dabei habe er mit dem Fuß aufgestampft. Mehreren Zeugen zufolge hatte K. auf dem Gehweg auf sein bereits bewusstloses Opfer eingetreten.
Die Angeklagten hatten angegeben, angegriffen worden zu sein, weil einer von ihnen eine Jacke der bei Neonazis beliebten Marke "Thor Steinar" trug. Offen blieb am Donnerstag allerdings, wer an der Schlägerei beteiligt war. Die angeklagten Neonazis wollen zwei Männer als ihre Angreifer erkannt haben; allerdings gab einer vor Gericht an, gar nicht vor Ort gewesen zu sein. Der andere sagte, er sei zwar vor Ort, aber nicht beteiligt gewesen. Ihm zufolge war er in einer Gruppe unterwegs gewesen, die jemanden wegen "Thor Steinar"-Kleidung attackieren wollte. Diejenigen, die er als Angreifer benannte, wurden hingegen von den vier Neonazis vor Gericht nicht erkannt.
Die Richter ließen am Donnerstag auch die Fotos der Angeklagten als Beweise zu, die zuvor gestohlen wurden und im Internet aufgetaucht waren. Zwar seien sie durch Straftaten erlangt worden, würden aber nicht besonders schutzwürdige Bereiche der Privatsphäre zeigen. Die Bilder zeigen, wie einer der Angeklagten in einer Disko den Hitlergruß zeigt. Außerdem gibt es Bilder, auf denen sie mit NPD-Plakaten und SS-Helmen posieren. Alle vier Männer haben bereits wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht gestanden.
Kommende Woche sollen Plädoyers gehört und ein Urteil gesprochen werden. L. SANDER
In Charlottenburg beziehen die ersten Bewohner den "Lebensort Vielfalt", Berlins erstes Mehrgenerationenhaus für Schwule. Ältere sollen hier ohne Diskriminierung leben können. von Kathrin Breer

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Ausgerechnet Bildungsministerin Annette Schavan? Auch sie soll bei ihrer Doktorarbeit mit dem bezeichnenden Titel „Person und Gewissen“ gemogelt und abgekupfert haben. Sehen Sie hier: Einige Vorbilder und Nachahmer ...

Leserkommentare