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Mehr Glanz fürs VerteidigungsministeriumNeues PR-Ressort für Guttenberg

Noch mehr Glanz - der Verteidigungsminister schafft sich eine neue Werbeabteilung für seine Außendarstellung. Das belegt ein Vermerk seines Staatssekretärs Rüdiger Wolf, der der taz vorliegt.

BERLIN taz Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) schafft sich ein zusätzliches Referat für Öffentlichkeitsarbeit. Dies geht aus einem internen Vermerk des Staatssekretärs Rüdiger Wolf hervor, der der taz vorliegt. Das Referat mit dem Namen "Strategische Kommunikation" ist dem Leitungsstab untergeordnet und zusätzlich zum bestehenden Öffentlichkeitsreferat angelegt. Die Leitung hat der ehemalige Welt-Journalist Joachim Peter (35) übernommen. Zur inhaltlichen Ausrichtung sagte ein Ministeriumssprecher: "Die Einzelheiten der Ausgestaltung werden derzeit erarbeitet." Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels kritisierte gegenüber der taz, der Minister habe "mit Blick auf den Untersuchungsausschuss offensichtlich ein besonderes Bedürfnis zur Imagepflege".

Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg muss sich wegen eines von der Bundeswehr befohlenen Bombardements nahe der afghanischen Stadt Kundus rechtfertigen, bei dem im September letzten Jahres bis zu 142 ZivilistInnen getötet wurden. Seit Dezember ist hierzu ein Untersuchungsausschuss des Bundestages eingerichtet, vor dem zu Guttenberg voraussichtlich im März als Zeuge aussagen muss. GORDON REPINSKI

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8 Kommentare

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  • P
    pcally

    Auf diese Seite bin ich nur gekommen, weil man so lange nichts mehr vom Adel gehört hat, der in dieser Regierung verpflichtet.

    Nach Zensur klingt das Ganze in meinen Ohren-

    ja keine Pannen mehr vor der Wahl...

    ..und ganz gut dastehen, währenddessen Krieg gemacht wird.

  • HG
    Heinrich G.

    "Strategische Kommunikation"

     

    bedeutet nichts anderes als Propaganda.

  • L
    likewise

    Man soll sich da jetzt nichts Böses bei denken! Vielmehr liegt die Sache lediglich so wie bei zu Guttenbergs Sommerloch-Füller, als er Platons "Staat" im greichischen Original lesen wollte: Er will nicht etwa aufschneiden und gläzen, sondern einfach mal "den Kopf frei kriegen". Und an einem Politiker, der den urdemokratischen Platon im Original liest oder auf andere Weise den Kopf frei kriegt, kann ja wohl nichts Verwerfliches sein!

  • SS
    Sascha Stoltenow

  • JK
    Juergen K

    Ich habe den Artikel nicht ganz verstanden:

     

    Ist damit gemeint, dass er den Alpecin-Werbevertrag von Henry Maske übernimmt ?

  • MM
    mit Majo

    "Strategische Kommunikation" ist dem Leitungsstab untergeordnet und zusätzlich zum bestehenden Öffentlichkeitsreferat angelegt."

     

    Sehr gut, müssen die Werbemitarbeiter dann auch erst eine rohe Leber essen und ihr Urin trinken, bevor sie Propaganda für Bombardements in Afanistan machen dürfen ?

  • V
    vic

    Vermutlich müssen wir Steuerzahler künftig auch noch seinen Schönheitschirurgen, Maßanzüge, italienische Schuhe und das Bräunungsstudio bezahlen. Es ist wirklich nicht zu fassen.

  • F
    flux

    Warum nicht gleich einen Minister für Propaganda?