Abschlussfeier im "Bible Belt": Lesben müssen draußen bleiben
Eine lesbische Schülerin wollte in Begleitung ihrer Freundin zum Abschlussball gehen. Jetzt wurde die Veranstaltung abgesagt. Angeblich, wegen "Störungen".
JACKSON apn/taz | Ein gleichgeschlechtliche Date beim Prom? "No way!" Die Schulverwaltung der Itawamba County School im us-amerikanischen Bundesstaat Mississippi ist offenbar noch nicht in diesem Jahrhundert angekommen. Die Regeln des Schulbezirks, der sich im konservativen "Bible Belt" befindet, sehen vor, dass nur Paare unterschiedlichen Geschlechts am Abschlussball teilnehmen dürfen. Und so wurde nun der jährliche Abschlussball abgesagt, weil eine lesbische Schülerin den Ball zusammen mit ihrer Freundin besuchen wollte.
Die 18jährige wird die "wichtigste soziale Veranstaltung zum Ende des Schuljahres" nun wohl verpasse - ganz, wie sie befürchtet hatte. Sie hatte sogar beantragt, in einem Smoking erscheinen zu dürfen, damit zumindest der äußere Schein gewahrt würde. Doch die Schulverwaltung erklärte am Mittwoch, dass der Ball am 2. April nicht stattfinden würde. Zur Begründung wurde lediglich auf "Störungen" verwiesen.
Die Schülerin hatte sich zuvor an die Amerikanische Bürgerrechtsunion (ACLU) gewandt. Die Organisation forderte, dass die 18-jährige Schülerin den Ball mit ihrer Freundin besuchen darf. Ihre Begründung: Ein Verbot verstoße ganz klar gegen die Verfassung.
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