Kommentar von Jan Kahlcke
Ursula Caberta hat sich mit ihrer Arbeitsgruppe Scientology längst einen überregionalen Ruf erworben. Sie kämpft auf allen Ebenen leidenschaftlich gegen den Psycho-Konzern, manchmal zu leidenschaftlich.
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Da kann es schon mal passieren, dass die Hamburger Sektenbeauftragte in einem simplen Sorgerechtsstreit Partei ergreift, und der Wille eines Heranwachsenden plötzlich weniger wichtig scheint als das große Ziel: den geschäftstüchtigen Seelen-Fängern das Handwerk zu legen.
Ärgerlich ist es, wenn Cabertas Sicht der Dinge ungefiltert in einem Doku-Drama des öffentlich-rechtlichen Fernsehens Niederschlag findet: Gerade wer die Manipulationstechniken von Scientology verurteilt, darf nicht zulassen, dass Urteile von Familiengerichten in so einer Geschichte unterschlagen werden. Wer das tut, verspielt die Glaubwürdigkeit der Scientology-Aufklärung.
Der Vorwurf der alerten PR-Leute von Scientology, es handele sich beim Film "Bis nichts mehr bleibt" um Kampagnen-Journalismus, geht ins Leere: Es handelt sich nicht um ein journalistisches Format. Aber ein bisschen Gegenrecherche kann man auch von Drehbuchautoren erwarten.
Der Zuschauer nimmt Doku-Dramen als Spiegel der Wirklichkeit wahr. Wenn sie nur eine Version der Geschichte zeigen, laufen sie Gefahr, zur Propaganda zu verkommen.
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Leserkommentare
07.04.2010 23:54 | Franky
An John Berkeley ...
07.04.2010 23:36 | Franky
Hier mal interessanter Bericht aus Haiti.Ehrung von einer Senatorin an die Ehrenamtlichen geistlichen der Scientology-Kirch ...
31.03.2010 09:36 | John Berkeley
Die Idee zum Film ist entstanden als Tom Cruise, bekennender Verfechter von Scientology, den Bambi in der Rubrik "Courage" ...