Kommentar von MATHIAS LOHRE
Auf den ersten Blick ist das Papier eine Kampfansage: Auf fünf Seiten listen 17 linke Grüne aus Nordrhein-Westfalen auf, was sie tun wollen, falls sie nach fünf Jahren wieder mitregieren im bevölkerungsstärksten Bundesland. Linke Grüne machen auf sich aufmerksam, und das so kurz vor der Wahl? Da liegt der Gedanke nahe, eine selbstbewusste parteiinterne Strömung wolle Schwarz-Grün verhindern. Doch schaut man genauer hin, offenbart das Papier eher die Schwäche der Parteilinken.
Denn selbst sie stellen keine unüberwindlichen Hürden für eine Koalition mit der CDU auf. Ihre Bedingungen an eine Regierungsbeteiligung paraphrasieren lediglich das Wahlprogramm der NRW-Grünen. Und die Mehrheit in deren Führung hat sich längst auf Verhandlungen mit den einst verhassten Konservativen eingestellt. Unfreiwillig beweist damit das "Regierungsprogramm" überschriebene Papier: Reicht es für Schwarz-Gelb in Düsseldorf, wird sich unter Grünen kein Sturm erheben.
Es griffe jedoch zu kurz, dies schlicht als Niederlage der Linken oder als Sieg der Realos zu deuten. Die Öffnung für ein CDU-Grünen-Bündnis zeichnet sich auch in NRW seit Langem ab: Da ist die schmerzhafte Erinnerung an die rot-grüne Koalition, in der Wolfgang Clement und Peer Steinbrück die öffentliche Demütigung ihres Koalitionärs zelebrierten. Hinzu kommt der gesellschaftliche Wandel: Die Notwendigkeit von Umwelt- und Klimaschutz ist heute unstrittig, ebenso der Bedarf an besseren Bildungsangeboten.

Matthias Lohre ist Parlamentsredakteur der taz. Foto: taz
Trotzdem wirkt Schwarz-Grün nur deshalb so attraktiv, weil ein Linksbündnis an Rhein und Ruhr unmöglich scheint. Vielleicht hätten die linken Grünen ihr Positionspapier daher besser nicht an den eigenen Landesvorstand gerichtet - sondern an jenen der Linkspartei.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
02.04.2010 12:50 | Ulli Müller
Lieber Herr Dr. No, ...
02.04.2010 08:39 | vic
"Linke Grüne" gibt´s nicht.
01.04.2010 14:52 | Amos
Es ist besser für den Normalsterblichen, wenn die Linke ...