Kommentar von ANDREAS ZUMACH
Nachdem er sich bereits vor einem Jahr zur Vision einer atomwaffenfreien Welt bekannte, hat US-Präsident Barack Obama jetzt die Atomwaffendoktrin seines Landes - zumindest rhetorisch - etwas entschärft. Das ist kein unwichtiger Schritt. Doch ob er ausreicht, um in Ländern wie Nordkorea oder Iran jene positive Wirkung zu entfalten, die Obama sich davon erhofft, ist fraglich.
Hätte sich der US-Präsident in seiner eigenen Administration durchgesetzt und seine neue Doktrin eindeutiger formuliert, wären die Chancen für einen positiven Effekt auf Länder, die sich mutmaßlich oder tatsächlich mit Atomwaffenambitionen tragen, sicher größer gewesen. Wäre es nach Obama gegangen, hätten die USA auf den Ersteinsatz atomarer Waffen gegenüber ausnahmslos allen Staaten verzichtet. Und hätte Obama inzwischen den Vertrag über das umfassende atomare Teststoppverbot durch den US-Senat gebracht, wie er es vor einem Jahr in Prag in Aussicht stellte, wäre die Wirkung sicher noch größer gewesen.

Andreas Zumach ist Genf-Korrespondent der taz. Foto: Kristin Flory
Es gehört zur Tragik dieses Präsidenten, dass er bei ausnahmslos allen politischen Vorhaben, die er bislang angepackt hat, auf eine geschlossene, rein ideologisch motivierte Ablehnungsfront der Republikaner trifft, die ausschließlich sein Scheitern zum Ziel hat. Was seine Pläne der atomaren Abrüstung und die übrigen Aspekte seiner Sicherheitspolitik betrifft, kommen noch starke Widerstände aus dem Pentagon und anderen Kreisen seiner Regierung hinzu.
Als Ergebnis der Washingtoner Beratungen wurde nun die US-Atomwaffendoktrin entschärft. Doch im Gegenzug dazu wurde für den Bereich der konventionellen Kriegsführung die neue Strategie des "global prompt strike" angekündigt, die mit einer massiven Aufrüstung in diesem Bereich einhergeht. Schon in wenigen Jahren wollen die USA in der Lage sein, von ihrem Territorium aus jeden beliebigen Punkt dieser Erde innerhalb von zehn Minuten mit superschnellen, hochpräzisen konventionellen Waffen zu erreichen und zu zerstören.
Kann man ernsthaft erwarten, dass sich durch diese Aussicht in Teheran, Pjöngjang und anderswo der Eindruck, von den USA bedroht zu werden, verringert? In diesen Hauptstädten diente dieses Bedrohungsgefühl dazu, die Ambitionen auf eigene Atomwaffen zu rechtfertigen. Kaum anzunehmen, dass in Teheran, Pjöngjang und andernorts diese Ambitionen nun aufgegeben werden.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
08.04.2010 04:35 | vic
Die Erfahrung lehrt, nur wer Atomwaffen oder gleichwertiges "Vernichtungspotential" vorweisen kann ist vor den USA sicher. ...
07.04.2010 16:13 | der-dude
Immer dieses Kommentargeblubber... kann man hier nicht mal mit weniger als 5 Rechtschreib-/Grammatikfehlern posten, und vie ...
07.04.2010 01:45 | Fritz Teich
Ist doch eher ein Grund fuer Iran und Nordkorea Atomwaffen beizubehalten. Solche Waffen sind wie der Terror die Selbstverte ...