April, April - die besten Scherze

Kreuzberger Nächte um Guttenberg

Thilo Sarrazin kandidiert für die FDP, Karl-Theodor "strg + c" Guttenberg übernimmt "Wetten, dass...?" und in Berlin-Kreuzberg droht eine Sperrstunde. Eine Auswahl der besten Aprilscherze.

Die großen Gesten beherrschen beide - trotzdem wird Karl-Theodor zu Guttenberg wohl nicht Nachfolger von Thomas Gottschalk. Bild: reuters

Guttenberg wird Gottschalk-Nachfolger

Comeback im Zweiten: Medienprofi und Minister a.D. Karl-Theodor zu Guttenberg übernimmt nach Informationen von turi2 als Nachfolger von Thomas Gottschalk die Moderation der ZDF-Show "Wetten dass...?". Ehefrau Stephanie kündigt bei RTL II und ersetzt Michelle Hunziker als vollblonde Co-Moderatorin. Schneller als erwartet macht Guttenberg damit seine Facebook-Ankündigung "Wir werden voneinander hören" wahr. Intendant Markus Schächter lobt den Neuzugang in höchsten Tönen: "Guttenberg steht für inszenierte Auftritte, reichlich Show und grenzwertige Sprüche - genau das, was wir am Samstagabend brauchen."

Auf Guttenbergs besonderen Wunsch soll die erste Show im Audimax der Universität Bayreuth stattfinden. Bei der Saalwette sollen fünfzehn Studenten der Rechtswissenschaft beweisen, dass sie live während der Sendung eine Doktorarbeit aus dem Internet zusammenkopieren können. Außerdem wird ein Professor auftreten, der falsche Doktoren am Geruch ihres Haargels erkennen kann. Auf der Wettcouch soll Bild-Chef und Guttenberg-Freund Kai Diekmann sitzen, als Musik-Act habe sich Guttenberg AC/DC gewünscht.

Sarrazin kandidiert für Berliner FDP

Die Berliner FDP will mit Thilo Sarrazin aus dem Umfragetief herauskommen: Auf dem kommenden Landesparteitag soll Thilo Sarrazin als Spitzenkandidat für die Wahl im September nominiert werden, berichtet der Berliner Tagesspiegel. Der Buchautor ("Deutschland schafft sich ab"), Ex-Bundesbankvorstand und frühere Berliner Finanzsenator gilt wegen seiner Kritik an Sozialleistungsempfängern bei den leistungsorientierten Liberalen als Idealbesetzung, schreibt das Blatt. "Er hat in einem Jahr mehr Bücher verkauft, als die Mitglieder der SPD lesen können", sagte ein Spitzenliberaler demnach.

Kreuzberger Grüne wollen die Sperrstunde einführen

Zu viele Touristen, zu viel Lärm – die Kreuzberger sind es leid und die Grünen wollen jetzt hart durchgreifen: ab 24 Uhr soll in bestimmten Zonen die Sperrstunde wieder eingeführt werden, berichtet die Berlinredaktion der taz. Die Kreuzberger Grünen reagierten sofort und teilten in einer Presseerklärung mit, in der sie die Forderung des Landesparteivorsitzenden Daniel Wesener noch präzisierten: "Aufgrund der zahlreichen Anwohner-Beschwerden über Taz-Journalisten, die bereits am frühen Nachmittag alkoholisiert die Nachbarschaft verlärmen, sollte die Sperrstunde im Fall vom Taz-Café bereits ab 14 Uhr gelten."

Berliner Außenministerium wechselt zu Apple

Apple steht vor einem prestigeträchtigen Marketingerfolg, //Berliner:weiß heise online: Als erstes Ministerium der Bundesrepublik Deutschland will das Auswärtige Amt auf breiter Front Notebooks und Desktops durch iPad-Tablets ersetzen. Die Migration auf Apple scheint eine beschlossene Sache zu sein, obwohl offiziell noch keine Bestätigung zu bekommen ist. Mitarbeiter, die namentlich nicht genannt werden möchten, bestätigen allerdings die Pläne, heißt es dort.

Flattr kooperiert mit Nordkorea

Der Social-Payment-Service flattr geht eine strategische Partnerschaft mit Nordkorea ein, verkündet das Unternehmen in seinem Blog. Die Demokratische Volksrepublik Korea werde von nun an das revolutionäre Tool flattr für seine eigene Finanzplanung nutzen, heißt es dort.

Justin Bieber wird Vater

Aus. Vorbei. Er ist vergeben und verbraucht. Jedenfalls berichtet dies gala.de. "Er musste die Nachricht ersteinmal verdauen ", habe ein Vertrauter der Familie gesagt. Der Druck von außen sei allerdings immer stärker geworden. In verschiedenen Fan-Foren und Blogs diskutierten User und Fans bereits seit Wochen heftig über die Vaterschaft.

Carlo von Tiedemann wird neuer Moderator von "Extra 3"

Ab 7. August wird Carlo von Tiedemann die Satiresendung moderieren, meldet ndr.de.

Redaktionsleiter Andreas Lange sagte: "Mit Carlo von Tiedemann wollen wir nicht nur die NDR Stammzuschauer, sondern auch die Generation Facebook und Twitter erreichen. Carlo ist ein ziemlich verrückter Typ, der sogar eine eigene Internetseite hat." Tiedemann löst Tobias Schlegl ab, der nach vier Jahren Moderation in seinem Leben auch einmal etwas Sinnvolles machen möchte, heißt es dort.

.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben