Telekommunikationskonzerne wollen eine Maut für Daten einführen. Für die Netzwelt bedeutet das ein Zweiklasseninternet. Damit verliert das Netz seinen Sinn.von ILKA KREUTZTRÄGER

Die Pläne für eine Maut der Datenautobahnen verändern grundlegend die Regeln. Bild: ap
Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Idee von der Gleichbehandlung im Netz aufgebrochen wird. Nun ist es geschehen. Telekommunikationskonzerne aus Europa und den USA wollen eine Maut für Daten einführen. Blogs betreiben, Fotos verschicken, Netzwerke gründen - all das soll künftig extra kosten. Wer keine zusätzlichen Gebühren zahlen will oder kann, muss sich mit einem langsamen Netz begnügen oder im schlimmsten Fall gleich ganz draußen bleiben. Ein radikaler Gedanke, beruhen doch die Philosophie und der Erfolg des dezentralen Internets darauf, dass jeder Nutzer gleichberechtigt und ohne Aufpreis Daten senden und empfangen kann.
Die Nutzung des Internets ist heute natürlich nicht kostenlos. Je schneller die Verbindung sein soll, desto teurer wird es. Daran ist prinzipiell auch nichts auszusetzen. Wer sich ein Konzert ansehen will, zahlt auch Eintritt - und je größer die Band, desto teurer das Ticket. Aber die Entscheidung, wie viel man für ein Ticket ausgeben will, trifft jeder selbst. Genauso wie jeder die Entscheidung über eine schnelle oder weniger schnelle Internetverbindung selbst trifft.
Mit der Datenmaut verändern AT&T, Telekom & Co nun grundlegend die Regeln. Sie setzen den Internetnutzern einen Türsteher vor die Nase, dem eine Eintrittskarte allein nicht mehr ausreicht. An ihm kommt nur vorbei, wer sich mit teuren Lackschuhen seine Gunst erkauft. Zweiklasseninternet, sei gegrüßt! Denn für das Netz heißt das nichts anderes, als dass der solvente Internetnutzer künftig mehr Inhalte ins Netz bringen kann als der weniger solvente.
Damit verliert das Netz sein Herz und seinen Sinn. Wir wollen keinen Türsteher 2.0. Wir wollen weiter in den Club gehen dürfen - auch in ollen Turnschuhen.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
21.04.2010 12:57 | Oliver
Netzneutralität ist ein Thema, das schon länger in der Diskussion ist. Was genau wurde kürzlich von "AT&T, Telekom und Co" ...
21.04.2010 12:53 | bla
Da die Telekommunikationsanbieter bisher nur die Möglichkeit haben, einen Zugang anzubieten, ist es im Sinne des eigenen Ge ...
21.04.2010 11:50 | Sunny
Frau Kreutzträger - ich nehme mal an, dass Ilka ein weiblicher Name ist - hat da evtl. etwas nicht 100%ig verstanden. Netz ...