TSCHETSCHENIEN

Kadirow kämpft gegen Zauberer und Geister

MOSKAU | Die Regierung der russischen Nordkaukasusregion Tschetschenien will dem Treiben von Wunderheilern, Hellsehern und selbst ernannten Zauberern ein Ende machen. Der vom Kreml gestützte Präsident der Region, Ramsan Kadirow, rief die Tschetschenen auf, Menschen zu meiden, die behaupten, magische Kräfte zu besitzen. Bei einem Treffen mit Stadtoberhäuptern der überwiegend muslimischen Region sagte Kadirow am Wochenende, es bringe gar nichts, „sich an Zauberer und falsche Heiler zu wenden“. Zudem verbiete es der Islam. Die Ausübung der dunklen Künste sei illegal und unislamisch. Wer sie ausübe, werde die Gewalt der Sicherheitskräfte zu spüren bekommen. In Tschetschenien ist der Glaube an islamische Geister, sogenannte Dschinns, weit verbreitet. Manche glauben, die Region im Kaukasus sei eine Brutstätte von Dschinns, die von der Zerstörung durch die beiden Unabhängigkeitskriege angezogen würden. (ap)