Kommentar von REINHARD WOLFF
Wenn der größte bislang ungelöste Grenzkonflikt in Europa friedlich zu Ende geht, ist das zunächst mal eine gute Nachricht. Zu Zeiten des Kalten Krieges kam es in der Arktis immer wieder zu Scharmützeln, die den Keim weit größerer Konflikte in sich trugen. Und noch vor zwei Jahren hatte eine EU-Studie im Streit Norwegens und Russlands über den Grenzverlauf in der Barentssee "ein ernstes Sicherheitsrisko" gesehen.
Doch nicht der Wunsch nach Entspannung steht hinter der plötzlichen Einigung zwischen Moskau und Oslo. Die Arktisanrainerstaaten sind schlicht dabei, die Naturressourcen der Nordpolarregion untereinander aufzuteilen.
Einmischungen von "außen", wie beispielsweise die Forderung von Umweltschutzorganisationen und den Vertretungen der indigenen Völker nach Gremien, Gesetzen und Verträgen zum Schutz ihrer Rechte und der Region, sind da unerwünscht.

Reinhard Wolff ist Skandinavien-Korrespondent der taz. Foto: privat
Die Mindestvoraussetzung ist dann allerdings, dass man beweist, die noch bestehenden Konflikte selbstständig und einvernehmlich lösen zu können; weshalb es nicht verwundern würde, wenn demnächst auch Dänemark und Kanada zu einer Einigung über ihren Grenzzwist vor Grönland kämen und wenn die USA und Kanada sich in Alaska über den strittigen Grenzverlauf in der Beaufortsee einigten.
Ist das erledigt, können die "Arctic Five" eine gemeinsame Front gegen alle Versuche bilden, der Nordpolarregion einen geschützten Status als "gemeinsames Erbe der Menschheit" unter internationaler Verwaltung zu geben. Der neue kalte Krieg, der die Arktis durch die Jagd nach Ressourcen zu zerstören droht, auch solchen, mit denen die Erdatmosphäre weiter aufgeheizt würde, er könnte eine ähnliche Bedrohung für die Zukunft der Menschheit darstellen wie die jahrzehntelange atomare Konfrontation.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
01.05.2010 10:21 | mati
Leider bleibt dieser Artikel zu sehr an der Oberfläche, was sicher auch an seiner Kürze liegt... Toll finde ich allerdings ...
30.04.2010 04:36 | Josef Riga
Es zeigt sich wieder einmal: R u s s l a n d ist zu vernünftigen internationalen Abkommen mit seinen Nachbarn fähig. Es ist ...