die wahrheit

Wahlkampfbus von Roland Koch

Im Kreisverkehr steckengeblieben

Kreisverkehrfoto Bild: dpa

Am späten Montagabend verständigten aufgeregte Passanten an einem Kreisverkehr in Wiesbaden die Polizei. Sie vermuteten ein Verbrechen, das dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch zugestoßen sei. Als die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen, bot sich ihnen ein seltsames Schauspiel. Der Wahlkampfbus Kochs fuhr immer im Kreis. Schließlich stoppten die Ordnungshüter den Bus und trafen auf einen verärgerten Busfahrer und einen empörten Ministerpräsidenten. Erst nach einigen klärenden Gesprächen stellte sich heraus, dass es im Wahlkampfbus zu einer folgenschweren Auseinandersetzung gekommen war. So habe Koch dem Fahrer verboten, je wieder abzubiegen: "Wir fahren nur noch geradeaus, wir sind auf einer Autobahn zum Ziel." Autobahn dürfe man "wegen Hitler" nicht mehr sagen, habe der Fahrer gemeint. Daraufhin habe ihn Koch als "Gewalttäter" und "Ausländer" beschimpft und gedroht, ihn zu feuern. Also sei der Busfahrer, wie befohlen, nicht vom Kurs abgewichen und nur noch im Kreis gefahren. Ob Alkohol im Spiel war, ist nicht bekannt.

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