40 Jahre Ramones: Sei lieb zu Mama, iss koschere Salami
Vor 40 Jahren erschien das Debütalbum der Ramones. 40 Gründe, der Punkband zu huldigen: von Einzählen bis Aufhören.
1. Onetwothreefawww! Einzählen.
2. „Gabba Gabba Hey!“ Schlachtruf.
3. Gabba1234.@aol.com. Sänger Joeys E-Mail.
4. Joey: Jeffrey Ross Hyman, Sohn linksliberaler Juden aus Queens.
5. Gitarrist Johnny: John Cummings, Bauarbeitersohn, katholisch, Republikaner. “Punk rock is right wing.“
6. Drummer Tommy: Thomas Erdèlyi, Sohn jüdischer Einwanderer, Verwandte wurden im Holocaust ermordet.
7. Bassist Dee Dee: Douglas Colvin, in Berlin geboren als Sohn eines G.I. und einer Deutschen. Sammelte Nazi-Paraphernalia, dafür vom Vater verprügelt.
8. „Blitzkrieg Bop“. Auftaktsong des Debüts (2:12 Minuten): einer von vielen Songs mit Nazi-Bezug.
9. „I’m a Nazi Schatzee“, aus „Today your love, tomorrow the world“, letzter Song, Debütalbum (2:09 Minuten).
10. „Ohne Holocaust kein Punk.“ Steven Lee Beeber.
11. In „Die Heebie Jeebies im CBGBs“ beschreibt der US-Autor die Konflikte zwischen linken Juden und rechten Nichtjuden in der Band.
12. Humor hilft den Ramones gegen den Horror des Holocaust. Im Song „Commando“ singen sie:
13. „Keine Liebe für Deutschland.“
14. „Sei lieb zu Mama.“
15. „Sprich nicht mit Kommunisten.“
16. „Iss koschere Salami.“
17. Kein Song über drei Minuten.
18. Keine Balladen.
19. Eagles: Nummer eins der Charts im April 1976. Dagegen erfinden die Ramones Punk.
20. „Now I wanna sniff some glue.“ Drogensong auf dem Debüt. Klebstoffschnüffeln.
21.„Sniffin’Glue“. Britisches Punk-Fanzine, danach benannt.
22. „The Loop“. Schwulenstrich an der Ecke „53rd & 3rd“ in Manhattan aus dem gleichnamigen Song.
23. Sleater-Kinney: „I wanna be your Joey Ramone“
24. Amy Rigby: „Dancing with Joey Ramone.“
25. Die Ärzte: „Die Wiking Jugend hat mein Mädchen entführt.“
26. Coverversion des Ramones-Songs „The KKK took my Baby away.“
27. KKK-Ausweis: Trug Johnny, um zu provozieren.
28. Elvis Ramone: Name von Clem Burke, Kurzzeit-Drummer, später Blondie.
29. Debbie Harry sang Duette mit Joey.
30. Pet Shop Boys. „Die Ramones waren die letzte große Rock-’n’-Roll-Band.“
31. Pet Shop Boys: Ramones des Pop: Reduktion, Witz, Charisma.
32. Röhrenjeans,
33. Chucks-Turnschuhe,
34. schwarze Lederjacken.
35. Die Ramones tragen diese Kleidungsstücke auf dem Foto des Debütalbums. Sie stehen vor …
36. einer Backsteinmauer. Foto ist schwarz-weiß.
37. Ramon. Pseudonym Paul McCartneys.
38. Beatles=Ramones-Idole
39. „Beatles-cum-Lobotomy.“ Beeber.
40. Aufhören: Alle Ramones sind tot.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert