Fracking-Regelungen treten in Kraft

Bundesländer gegen Probebohrungen

n Deutschland wird es nach einer Umfrage unter den 16 Bundesländern keine Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode geben.

Der Bohrturm einer Ölförderplattform, die nach dem Prinzip des Frackings arbeitet, in Tunkhannock, USA

Beim Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in den Boden gepresst Foto: dpa

OSNABRÜCK/SCHWERIN epd | Die Bundesländer schließen Probebohrungen in Deutschland zur Erforschung der Gefahren durch unkonventionelles Fracking aus. Sie begründeten ihre Entscheidung einer Umfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung zufolge mit fehlenden Vorkommen oder lehnten die umstrittene Technologie generell ab. In Deutschland traten am Sonnabend neue Regelungen zum Fracking in Kraft.

Den neuen Richtlinien zufolge bleibt die konventionelle Variante unter strengeren Auflagen als bisher erlaubt. Das sogenannte unkonventionelle Fracking, etwa zur Förderung von Erdgas in Schiefer-, Ton- oder Mergel-, oder Kohleflözgestein oberhalb von 3.000 Metern Tiefe, wird verboten. Die Regelung sieht allerdings vier Probebohrungen zu Forschungszwecken vor, denen das jeweilige Bundesland zustimmen muss. Laut Zeitungsbericht schließen die Länder diese aber aus.

Allein Mecklenburg-Vorpommern habe sich zurückhaltend geäußert, hieß es. Die Regierung sehe die Technologie zwar grundsätzlich skeptisch, noch gebe es allerdings keine Position zu Probebohrungen, sagte eine Sprecherin des Schweriner Wirtschaftsministeriums. Untersuchungen hätten aber ergeben, dass die Förderung von Schiefergas in Mecklenburg-Vorpommern nicht wirtschaftlich sei.

Beim Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in den Boden gepresst. Auf diese Weise kann Gestein aufgespalten und darin enthaltenes Erdgas gefördert werden. Beim konventionellem Fracking in tieferen Gesteinsschichten wird weniger Flüssigkeit benötigt, da das sogenannte Tight-Gas meist von selbst entweichen kann.

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