Kommentar von WOLFGANG GAST
Bundesinnenminister Thomas de Maizière will zahlreiche Indikatoren für linksextremistische Bestrebungen innerhalb der Partei Die Linke gefunden haben. Das ihm unterstellte Bundesamt für Verfassungsschutz wirft der Linkspartei eine "uneinheitliche Haltung" gegenüber linker Gewalt und eine "vollumfängliche Akzeptanz" extremistischer Zusammenschlüsse in ihren eigenen Reihen vor. Das rechtfertige, so der Minister, dass Teile der Partei vom Verfassungsschutz beobachtet werden.
Mit Verlaub: Das ist grober Quatsch. Selbst der Chef der Verfassungsschutzbehörde kann keine personellen Verbindungen zwischen militanter linken Szene und der Linkspartei erkennen. Und die angeblich so extremen Gruppen in der Linken, das sind das Marxistische Forum, die Arbeitsgemeinschaft Cuba Si, die Kommunistische Plattform, der Geraer Dialog/Sozialistischer Dialog und die Sozialistische Linke - rückwärtsgewandte und zum Teil auch sektiererische Debattierzirkel. Keine zweieinhalbtausend der knapp 80.000 Parteimitglieder sind in ihnen organisiert, weder inhaltlich noch personell geht von ihnen eine Gefahr aus. Dass der Einfluss dieser Gruppen auf die Gesamtpartei außerordentlich begrenzt ist, könnte der Innenminister wissen - es sein denn, die ihm unterstellten Verfassungsschützer nähmen ihren Beobachtungsauftrag nicht ernst.
Fünf Millionen WählerInnen haben bei der letzten Bundestagswahl ihre Stimme für die aus PDS und WASG hervorgegangene Partei gegeben. Das ist für sich kein demokratisches Gütesiegel. Allerdings dürfen diese fünf Millionen gute Argumente dafür verlangen, wenn der von ihnen gewählten Partei eine latente Verfassungsfeindlichkeit unterstellt wird. Die ist der Innenmister schuldig geblieben.
Um in der Diktion der Verfassungsschützer zu bleiben: Zahlreiche Indikatoren sprechen dafür, dass ihre eigene Behörde unter Beobachtung gestellt werden müsste.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
23.06.2010 15:00 | end.the.occupation
>> ... wird allerorten verstärkt Linken Bashing betrieben. ...
22.06.2010 06:54 | der Mob
Hier würde mich eine genauere Analyse der Statistik interessieren. Werden etwa "Propagandadelikte" wie das verschönern von ...
22.06.2010 06:15 | Snuggles
Vorab, ein fairer Kommentar. Seit gestern Fromm und ...