piwik no script img

Quiz zum Leben im russischen GefängnisKönntest Du im Knast überleben?

Wladimir Perewersin saß sieben Jahre in einer russischen Strafkolonie. Er hat ein Quiz entwickelt, das einem verrät, welche Chancen man dort hätte.

Im russischen Gefängnis herrschen strenge Regeln. Wenn man sie nicht befolgt, kann das übel ausgehen. Der Ökonom Wladimir Perewersin verbrachte sieben Jahre in Untersuchungshaft und in verschiedenen Strafkolonien. Über seine Erfahrungen dort hat er mit der taz am wochenende gesprochen. „Wenn du im Gefängnis bist, solltest du nicht versuchen, den anderen etwas vorzumachen“, sagt Perewersin. „Die Menschen sind dort wie Tiere, sie haben einen ausgeprägten Instinkt. Und du bist mit ihnen 24 Stunden am Tag in derselben Zelle. Du darfst sie niemals reinlegen, sie würden es merken.“

Empfohlener externer Inhalt

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob Sie dieses Element auch sehen wollen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Im März 2018 saßen 600.000 Menschen in russischen Gefängnissen. Die Strafkolonie ist ein Mikromodell unserer Gesellschaft, sagt Perewersin. Alle Phänomene und Prozesse, die in der Gesellschaft vorkommen, gebe es dort auch – nur in übersteigerter und grotesker Form. Die goldenen Regeln lauten deshalb: Glaube nichts, hab keine Angst, frag nicht.

Ausgehend davon hat Perewersin ein Quiz entwickelt, bei dem man testen kann, ob man die Regeln des russischen Gefängnisses verstanden hat. Es wurde zuerst auf der russischen Webseite Snob.ru veröffentlicht.

Empfohlener externer Inhalt

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob Sie dieses Element auch sehen wollen:

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Das ganze Gespräch der taz am Wochenende mit Wladimir Perewersin: „Wir haben kein Gesetz“

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

6 Kommentare

 / 
  • Berechtigt , aber zeitlich lanciert wieder im ideologischen Rußland-Bashing und Feindbild einzuordnen.

    Gähn . Schon wieder , nein Danke taz.

    Vor ein paar Jahren wurde in einer deutschen JVA ein Insasse zu Tode gequält. Warum mal nicht ein "deutsches" Quiz und vor der eigenen Haustüre gekehrt ?

    Interessant wäre doch auch für was man in den Knast wandert : Siehe in den USA (https://www.nytimes.com/2009/02/13/us/13judge.html) , in Rußland , in China ( Liao Yiwu : "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser" ) usw. und in D . Hier scheinbar auch kein Zuckerschlecken , wenn man nicht prominent ist. (Mollath in der Forensik: https://www.youtube.com/watch?v=mU2j3sxoQDs ) .

    Bzw. sozusagen politische Haft in London/Assange und in US-gefängnislagern mit und "ohne"( d.h. Tod ) weißer Folter : Maußfeld ztu weißer Folter: https://www.youtube.com/watch?v=rQ3O4R1aaZk )

  • Liebe TAZ-Redaktion,

    für solche Quizze gibt es doch bento und co. Begebt euch bitte nicht auf dieses Niveau sonder liefert weiterhin den gewohnten Journalismus in hoher Qualität. Vielen Dank!

    • @laun dry:

      Hab mal probeweise ein Quizz bei Bento ausprobiert. Dort gibt es am Ende wenigstens noch eine Art "Auswertung".

      Liebe TAZ, wo ist eure Auswertung? Schließlich hatte ich 12/12!

       

      Aber Scherz beiseite: Wollt ihr euch wirklich auf dieses Niveau begeben?

      • Martin Rank , Moderator

        @Der Mann, der unter einen Stein hervorkroch:

        Hallo Tobias, die Auswertung erscheint unter der letzten Frage wenn Sie alle Fragen beantwortet haben.

      • 8G
        88181 (Profil gelöscht)

        @Der Mann, der unter einen Stein hervorkroch:

        Sie harter Hund, ich hatte nur 7/12.

         

        Ich finde das mit dem Quiz insofern ok, als es von Betroffenen stammt. Und Fragen und Antworten lassen einen gruseln und vermittlen ein Bild vom Leben in diesen Gefängnissen.

        • @88181 (Profil gelöscht):

          "Ich finde das mit dem Quiz insofern ok, als es von Betroffenen stammt."

           

          Gerade das ist doch das Problem. Sowohl die Leser und (vor allem!! ) Perewersin haben besseres verdient als eine "Bento-like" Quizfolge a la "welcher Bürgerkrieg bist du?".

           

          Das Thema an sich ist hochrelevant; der Umgang der TAZ damit ist bestenfalls unglücklich.

           

          Schlimmstenfalls könnten böse Zungen der TAZ Aufgrund dieses Artikels "Clickbait" unterstellen...