Brexit führt zu Regierungskrise

Außenminister Johnson tritt zurück

Der Streit um den Brexit rüttelt die britische Regierung durch. Nach Brexit-Minister Davis tritt nun auch Außenminister Boris Johnson zurück.

Boris Johnson, bisheriger britischer Außenminister, kommt winkend in der Downing Street an

Bye bye Johnson: Der britische Außenminister tritt zurück Foto: dpa

LONDON ap/dpa | Im Zuge des Streits über die Brexit-Strategie der britischen Regierung ist auch Außenminister Boris Johnson zurückgetreten. Das teilte das Büro von Premierministerin Theresa May am Montag mit. May habe den Rücktritt akzeptiert, ein Nachfolger werde in Kürze bekanntgegeben. Vor Johnson hatte bereits Brexit-Minister David Davis seinen Rückzug erklärt.

Johnson hatte sich vor dem Brexit-Referendum im Juni 2016 vehement dafür eingesetzt, dass Großbritannien die Europäische Union verlässt. Als einer der vordersten Brexit-Befürworter stand er nach dem Rücktritt von Davis unter Druck, selbst zu handeln.

Davis hatte am Sonntagabend das Handtuch geworfen und das damit begründet, Mays Brexit-Pläne nicht mittragen zu können. Nachfolger von ihm soll ein anderer entschiedener Brexit-Befürworter, Dominic Raab, werden.

May hatte ihr Kabinett am Freitag zu einer zwölfstündigen Marathonsitzung auf den Landsitz Chequers nordwestlich von London beordert. Die Minister mussten während der Klausurtagung sogar ihre Smartphones abgeben. Am Abend verkündete May, die Regierung habe sich auf eine neue Strategie für den EU-Austritt verständigt. Doch die Einigung kam nur unter großem Druck zustande.

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Der Brexit kommt im März 2019. Aber wie genau? Was bedeutet das für die Brit*innen und die EU?

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