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Ortsdatenspeicherung bei FoursquareIch weiß, wo du heute warst

Das Geo-Spiel Foursquare feiert einen Rekord: 100 Millionen Ortsdaten haben die zwei Millionen Nutzer mittlerweile eingegeben. Das tun sie freiwillig oder gegen kleine Geschenke.

Wenn in Deutschland über Datenschutz im Internet gestritten wird, geht es zumeist gegen Google und zuletzt verstärkt gegen das soziale Netzwerk Facebook. Es dürfte allerdings nicht mehr lange dauern, bis Politiker der eher populistischen Fraktion einen weiteren Feind ausgemacht haben werden: Das Geodaten-Spiel Foursquare.

Der US-Dienst, der auf Knopfdruck abspeichert, wo man sich gerade befindet, hat in dieser Woche einen Rekord zu vermelden: Seit Gründung der Firma im März 2009 hat sie insgesamt 100 Millionen Ortsdaten, "Check-ins" genannt, eingesammelt. 2 Millionen User hat Foursquare mittlerweile insgesamt - und wächst nach eigenen Angaben alle 10 Tage um weitere 100.000 Mitglieder.

Foursquare präsentiert sich dabei als Mischung aus Dienst zum Auffinden des Freundeskreises und Realdatenspiel: Wenn man an einem Ort besonders häufig "eincheckt", kann man sich "Bürgermeister" nennen und sogenannte Badges, virtuelle Aufnäher, einsammeln. Dafür soll es dann, so das Geschäftsmodell, Preisreduktionen etwa bei Coffeeshops geben. Foursquare selbst will sich über mobile Werbung finanzieren, weiß die Firma doch, wo sich ihre Nutzer aufhalten.

Bei dem aktuellen Hype um Foursquare, das bereits eine kleinere Datenschutzaffäre hinter sich hat (eigentlich "unsichtbare" Nutzer wurden sichtbar), dürfte sich insbesondere ein Unternehmen ärgern: Google. Der Konzern hatte das Vorgängerunternehmen von Foursquare, Dodgeball, bereits vor fünf Jahren gekauft, dann aber nichts mit ihm angefangen.

Neben Foursquare vermeldet in dieser Woche auch Facebook einen neuen Rekord: Das soziale Netzwerk hat laut Firmenboss Zuckerberg gerade seinen 500. Millionsten Nutzer begrüßt. Damit sei Facebook "das drittgrößte 'Land' der Erde", wenn man dies auf die Bevölkerung des Planeten umrechne.

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2 Kommentare

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  • P
    Peter

    Überhaupt nicht. Es geht darum, dass man selbst bestimmt was man mit seinen Daten anfängt.

  • S
    Sebastian

    Auf der einen Seite wird sich aufgeregt wenn der Staat zuviel von einem weiß, aber auf der anderen Seite gibt man seine ganzen persönlichen Daten im Internet an. Tolle Doppelmoral...