Umweltbehörde bedroht Idylle

Mit dem Radeln, Skaten und Spazierengehen hinter dem Kaltehofe Hauptdeich ist es vielleicht bald aus. Die Stadtentwicklungsbehörde will die Deichverteidigungsstraße, die an den ehemaligen Filterbecken der Wasserwerke und dem Süßwasserwatt Billhorner Bucht vorbeiführt, ein Jahr lang für den Autoverkehr öffnen, falls es während der Erneuerung der Brennerhof-Brücke über die A1 zu Schleichverkehr durch Moorfleet kommt. 50 Teilnehmer der Agenda-21-Konferenz zur Zukunft Kaltehofes versuchten vergeblich, Staatsrätin Herlind Gundelach diese Idee auszureden. Sie befürchten, dass die Straße am Ende dauerhaft für den Autoverkehr geöffnet bleibt, wie es in den Vier- und Marschlanden schon lange gefordert wird. Der Agenda-Prozess, bei dem ein Ausgleich zwischen den Interessen des Naturschutzes, der Erholungsuchenden und der Wirtschaft gefunden werden soll, würde damit ad absurdum geführt.