GRUNDSTÜCKSVERKAUF DROHT

Prinzessinnengärten fürchten ihr Ende

Die Betreiber des Prinzessinnengartens in Kreuzberg befürchten, dass ihr Projekt für urbanes Gärtnern beendet wird. Das Land Berlin wolle die Fläche am Moritzplatz zwischen Oranien- und Prinzenstraße verkaufen, sagte Gartenleiter Marco Clausen von der gemeinnützigen Nomadisch Grün GmbH am Montag.

Eine Sprecherin des Liegenschaftsfonds erklärte, der Mietvertrag der derzeitigen Nutzer werde bis Ende 2013 verlängert. Derzeit gebe es Gespräche mit dem Bezirksamt über die Zukunft des Areals. Eine Weiternutzung durch die Gärtner sei jedoch nicht ausgeschlossen.

Der 2009 auf einer Brachfläche angelegte Garten hat sich zu einem erfolgreichen Vorzeigeprojekt für urbanes Gärtnern entwickelt. Er gehört zu einem von 150 grünen Orten in der Stadt, die sich am kommenden Wochenende am Langen Tag der Stadtnatur präsentieren. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem städtischen Gärtnern.

Vor der Nutzung durch die Stadtgärtner war das Grundstück an der Moritzstraße, auf dem heute Radieschen, Kürbisse und Erbsen wachsen und ein kleines Café Platz hat, eine verwilderte Brache, auf der Anwohner Müll abluden. DPA