Terrorwarnungen machen es möglich: Die Diskussion, ob Soldaten Deutschland vor möglichen Anschlägen schützen sollen, flammt wieder auf. Weil die Polizei überlastet ist.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) möchte Hilfe beim Schutz der Bevölkerung und zwar von der Bundeswehr. Bild: dapd
BERLIN taz | Deutschland debattiert um seine Sicherheit angesichts der Terrorwarnungen, prompt kommen die ersten Forderungen nach Soldaten auf den Straßen: Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) möchte Hilfe beim Schutz der Bevölkerung und zwar von der Bundeswehr. Der "Ausnahmezustand" werde nach Ansicht von BDK-Vorsitzenden Klaus Jansen noch bis in das nächste Jahr andauern, mit der derzeitigen Personalstärke bei der Polizei sei man den neuen Anforderungen auf Dauer nicht gewachsen.
Jansen will deshalb auf die Feldjäger der Streitkräfte zurückgreifen. Auch der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) warf sich in die Diskussion und forderte eine gesetzliche Grundlage für einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren -- ausgerechnet in der Woche, in der die Bundesregierung beschließt, die Wehrpflicht zum Juli nächsten Jahres auszusetzen.
Kritik kam umgehend vom SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel: "Wir sind hier nicht im Krieg", sagte er. Soldaten will er weder vor dem Reichstag noch an anderen öffentlichen Orten in Deutschland sehen.
Obwohl Innenminister Thomas de Maizère (CDU) gefordert hat, die Terrorwarnungen nicht für einen Ruf nach härteren Sicherheitsgesetzen zu instrumentalisieren, scheint sein Appell zu verhallen. Die Debatte erinnert an Wolfgang Schäubles regelmäßige Forderungen nach einem Einsatz der Bundeswehr im Inneren zur Terrorbekämpfung, was in der Großen Koalition an der SPD scheiterte. Ohne Verfassungsänderung müssen die Soldaten ohnehin in ihren Kasernen bleiben.

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Möglicherweise geht es in der Debatte nur um den pragmatischen Einsatz von Personal und Mittel zum Schutz vor möglichen Anschlägen. Oder es wird versucht eine sinnvolle, historisch begründete Beschränkung von Staatsgewalt aufzuheben, durch beständiges Wiederholen der immer gleichen Forderung.
Was meinen Sie: Braucht Deutschland die Bundeswehr im Inneren?
Die Vermittlung von Spenderorganen läuft bislang intransparent und unkontrolliert. Und die Politik tut alles dafür, damit das so bleibt. von Heike Haarhoff
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
07.12.2010 10:13 | nationalficker
die Sache ist ganz einfach. In den Stasi-Unterlagen blättern wie´s geht, und.....so ca. jeden 4. Leitkulturer als Informant ...
28.11.2010 07:09 | Michael Scheier
Liebe TAZ, warum stellt Ihr ein solches Thema hier überhaupt zur Debatte? Wollt ihr Eure Leserschaft vorführen? Wollt Ihr z ...
27.11.2010 16:17 | Sisifus
Die Regierung will damit nur Ablenken von ihrem eigenen Versagen. Sie schürt Angst, die gar nicht existiert. Das ist nur ei ...