Kommentar von JUTTA LIETSCH
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il hat es noch einmal geschafft, weltweit auf sich aufmerksam zu machen. Erst vor ein paar Tagen schockierten seine Techniker die Öffentlichkeit mit der Enthüllung einer nagelneuen Urananreicherungsfabrik, in der sowohl Material für Atombomben als auch für zivile Atomkraftwerke produziert werden kann. Jetzt ließ er seine Armee auf eine von Südkoreanern bewohnte Insel feuern.
Solche Aktionen und damit verbundene haarsträubende Drohungen gegen jeden, der es wagen sollte, Nordkorea anzugreifen, sind nicht ungewöhnlich für das Regime in Pjöngjang.
Man hat sich schon fast daran gewöhnt und spekuliert nur ein bisschen darüber, ob der jüngste Spross der nordkoreanischen Kim-Dynastie, Kim Jong Un, mit solchen Heldentaten vor der eigenen Bevölkerung und der ganzen Welt auftrumpfen und sich als künftiger starker Mann Nordkoreas zeigen will.
Aber: Wer immer hinter diesen jüngsten Aktionen steckt, hat etwas erreicht, was wirklich alle Alarmglocken klingeln lassen müsste.
Er hat erneut gezeigt, wie einfach es offenbar ist, sich das Know-how und die Maschinen für die Entwicklung von Atomwaffen zu besorgen - trotz aller Sanktionen der Vereinten Nationen und obwohl mächtige Staaten wie China und die Vereinigten Staaten von Amerika immer wieder erklären, dass sie eine "atomwaffenfreie Koreanische Halbinsel" wollen. Ist es zu glauben, dass beide Länder - und der Nachbar Russland - es überhaupt nicht wissen, was nach Nordkorea geliefert wird?
Ein großer Teil dieses Wissens und der Geräte für das Atomprogramm sind unter dem Deckmantel der zivilen Atomenergie zu beschaffen. Nicht nur Regierungen wie die in Pjöngjang sind hinter der atomaren Bombe her.
Es ist ungeheuerlich und unverantwortlich, dass die wichtigsten Mächte im Poker um die Zukunft Nordkoreas, China und die USA, aber auch Russland, offenbar weiterhin auf Zeit setzen, weil sie sich nicht darauf einigen können, wie die Zukunft der Koreanischen Halbinsel aussehen soll, wenn sich das Regime der Kims einmal dem Ende entgegenneigt.
Dass die nordkoreanischen Militärs nicht nur Atomtechnik kaufen, sondern auch an jeden verkaufen können, der bereit ist, genug zu zahlen - davon muss man wohl ausgehen.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
25.11.2010 10:32 | hto
"Nach dem Kalten Krieg wird alles besser" - ja SCHEISSE, wer's geglaubt hat ist jetzt selig!? ...
24.11.2010 20:36 | soso
@Mac-Lennox: Du hast Recht, aber dass die DPRK Atomwaffen anstrebt, bedeutet nicht, dass andere Staaten, die das Gegenteil ...
24.11.2010 18:02 | Sponnti
Urananreicherungsanlagen benötigt man für den Kernwaffenbau oder den Betrieb von Kernkraftwerken überhaupt nicht zwangsläuf ...