Kommentar von SIMONE SCHMOLLACK
Die Väterrechte sind in diesem Jahr so gestärkt worden wie noch nie, und zwar in Straßburg wie auch in Karlsruhe. Jetzt hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erneut für einen Vater entschieden. Das Gericht hat das Abstammungsrecht über das Familienrecht gestellt. Und das ist richtig so, auch wenn der verhandelte Fall sehr eigen ist.
Wird in Deutschland in einer Ehe ein Kind geboren, so gilt rechtlich der Ehemann als Vater - auch dann, wenn er nicht der leibliche Vater ist. Es sei denn, alle drei Betroffenen - Mutter, biologischer und rechtlicher Vater - geben bei der Vaterschaftsanerkennung den leiblichen Vater als Vater an.
Das haben alle Beteiligten in diesem Fall nicht getan. Dem Ehepaar ist das nicht vorzuwerfen. Es gibt viele Gründe, Kindern ein weitestgehend sorgenfreies Heim bieten und sie nicht mit dieser Information belasten zu wollen. Auch wenn diese Familie keine klassische Familie ist.

Simone Schmollack ist taz-Redakteurin für Frauen- und Geschlechterpolitik. Foto: privat
Aber irgendwann muss die Wahrheit auf den Tisch, auch wenn es den Eltern schwerfällt. Denn irgendwann werden auch diese Kinder die Frage stellen: Wer sind wir? Wer ist unser leiblicher Vater? Diese Fragen werden die Kinder insbesondere dann stellen, wenn sie schon auf den ersten Blick kaum Ähnlichkeiten mit ihren Geschwistern aufweisen.
Die Eltern sollten den Kindern die Antworten nicht verweigern, und sie dürfen ihnen auch nicht den Kontakt zum leiblichen Vater verwehren. Es gehört zum Recht eines jedes Menschen zu erfahren, wo er herkommt. Aus der Adoptionsforschung ist bekannt, dass Kinder ein Leben lang daran leiden können, wenn sie dies nicht erfahren. Bekannt ist auch, dass es den meisten Kindern reicht, den unbekannten Elternteil kennenzulernen. Als Eltern gelten für sie trotzdem diejenigen, die sich tagtäglich um sie kümmern.
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
22.12.2010 12:55 | Steffi
@ Marina: ...
22.12.2010 05:31 | Marina
Neugierige Frage: Was ist mit Kindern, die durch eine Samenspende gezeugt wurden? Haben somit alle Samenspender das Recht, ...
21.12.2010 18:12 | Jörg Kaufmann
Dem Herrn Prantl von der Süddeutschen haben Sie mit diesen Kommentar gezeigt, das zu diesem Thema differenziertes Denken ge ...