Kommentar von Daniel Bax
Das Attentat auf eine Kirche in Alexandria hat in Deutschland große Empörung ausgelöst. Mancherorts mischt sich in die Anteilnahme mit den Opfern aber auch ein falscher Zungenschlag. Etwa, wenn der EKD-Vorsitzende Nikolaus Schneider davor warnt, 2011 dürfe "kein Jahr der Christenverfolgung" werden. Oder, wenn dieser Begriff nun in der Berichterstattung von Bild bis Süddeutscher Zeitung seinen Eingang findet.
Sicher ist die Lage für christliche Minderheiten in Ländern wie Ägypten schwierig, im Irak sogar dramatisch. Das Wort von der Christenverfolgung setzt ihr Schicksal aber mit dem der frühen Christen gleich, die im Römischen Reich einst verfolgt, gekreuzigt oder den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden. Diese Gleichsetzung ist zumindest fragwürdig. Heute bilden Christen schließlich keine kleine Sekte mehr, die um ihr Überleben ringen muss, sondern die größte Religionsgemeinschaft der Welt.
Trotzdem verstieg sich Papst Benedikt erst jüngst zu der Behauptung, Christen seien die weltweit derzeit "die am meisten wegen ihres Glaubens verfolgte Gruppe". Dabei werden die Christen in Ländern wie China, Nordkorea, Pakistan oder Ägypten ja nicht exklusiv diskriminiert. Drangsaliert werden dort alle, die anders als die Mehrheit oder die herrschende Partei denken und glauben. Deshalb greift es etwas kurz, sich in solchen Ländern nur für die Rechte der Christen einzusetzen, wie es manche Unionspolitiker tun, statt für die Menschenrechte insgesamt.

Daniel Bax ist Redakteur im Meinungsressort der taz.
Foto: tazEvangelikalen Gruppen wie konservativen Katholiken dient das Schlagwort von der "Christenverfolgung" zu propagandistischen Zwecken. Dass sie zugleich weltweit aktiv für den eigenen Glauben missionieren, macht sie dabei nicht nur unglaubwürdig. Es heizt auch die Rivalität zwischen den Religionen weiter an.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
23.02.2012 16:32 | thogi-62
Selten einen aus meiner Sicht so unqualifizierten, wunschgemäß relativierenden und die Tatsachen - offensichtlich vorsätzli ...
23.02.2012 12:15 | Michael
Also, ich frage mich wieso Sie noch nicht entlassen worden sind. So ein dämlicher Vortrag habe ich noch nie gelesen. Wahrhe ...
31.12.2011 14:59 | Hassan
Solch einen schlechten und einseitigen Kommentar habe ich selten gelesen. ...