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Beten, dass es besser wird

Wie lösen wir die Zukunftsprobleme? Mit mehr Religionsunterricht, sagt Eva Köhler. Halleluja.

Kein Geld, kein Job, keine Perspektive. Wie können die Jugendlichen, gerade jene im Osten der Republik, trotz dieser denkbar schlechten Ausgangsbasis zu guten Bürgern unseres Landes erzogen werden? Mit der Einführung stärker praxisbezogenen Unterrichts? Mit speziellen Förderprogrammen für schlechtere Schüler?

Gerade rechtzeitig vor dem am Freitag stattfindenden „Weltgebetstag der Frauen“ hat Eva Köhler, Gattin des Bundespräsidenten Horst Köhler, ihr ganz persönliches Rezept zur guten Erziehung der Kindlein zum Besten gegeben: Es sei „ungeheuer wichtig, dass Kinder Religionsunterricht oder ein adäquates Pendant haben“, sagte Köhler der Tageszeitung Die Welt. Zum Menschen gehöre auch ein spirituelles Element, klärt sie uns auf. Im Religionsunterricht werde das Bewusstsein gefördert, „dass es noch eine andere Kraft gibt“ und „wir nicht alles selbst und allein machen können“.

77 Prozent der Menschen in den neuen Bundesländern glauben nicht an Gott. Viele sind hoffnungslos arbeitslos. Die werden sich sicher sehr freuen, wenn ihnen die lieben Kleinen beim Mittagessen schöne Jesusgeschichten erzählen. KUZ