lokalkoloratur

Unter den Geburtstagen ist ja erfahrungsgemäß der 91. der prägendste. Nicht etwa, weil ihn – noch (die Krankenkassen werden sich zurücksehnen nach jenen Ären) – die wenigsten erleben. Nein, der Jubel rührt zuallvörderst daher, dass es sich bei der 91 um eine so markante Primzahl handelt, die sich mit niemandem und durch nichts teilen lässt – außer vielleicht durch Satzzeichen verschiedener Art. Zum Beispiel so, wie es Arno Schmidt zeitlebens in seinen literarischen Werken tat, bis dem Leser das Zeichendeuteln aus den Ohren quoll. Warum wir das erzählen? Nun, heute vor 91 Jahren wurde der Erlauchte in Unten-Hamm geboren. Grund genug für seine Fans, des Verstorbenen nicht nur mit einer gehörigen Portion Schnapses zu gedenken, sondern dies auch ab elf in der Früh‘ vor dessen Geburtshaus im Rumpffsweg 27 zu tun. Ob der Pfarrer da wohl mitsaufen tut? Man möcht‘ es fast befürchten. PS